Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2011

10:18 Uhr

Thomas Strobl

Ein Mann für die schwierigen Fälle

VonSven Afhüppe

Vor ihm liegt ein Jahr voller Herausforderungen: CDU-Generalsekretär Thomas Strobl muss bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg um eine Regierungsfortsetzung kämpfen. Als Vorsitzender des Vermittlungsausschusses muss er zudem einen Kompromiss in der umstrittenen Hartz-IV-Reform finden.

Thomas Strobl: Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär hofft, dass die Landtagswahl ein Erfolg wird. DAPD

Thomas Strobl: Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär hofft, dass die Landtagswahl ein Erfolg wird.

BERLIN. Für Thomas Strobl hat 2011 begonnen, wie das vergangene Jahr geendet hat – mit zähen Verhandlungen an mehreren Fronten. Der erfahrene CDU-Politiker muss nicht nur als Generalsekretär in Baden-Württemberg einen Landtagswahlkampf bestreiten. Auf Bundesebene ringt er als Vorsitzender des Vermittlungsausschusses zwischen Regierung und Opposition um einen Kompromiss in der umstrittenen Hartz-IV-Reform.

Zwei heikle Missionen, denn noch sieht es nicht danach aus, als ob Strobl beide Projekte mit dem erhofften Erfolg beenden wird. Doch der 50-jährige Jurist lässt sich von düsteren Perspektiven nicht abschrecken. „Ich mag solche politischen Herausforderungen“, sagte Strobl dem Handelsblatt.

In diesen Tagen kümmert sich der Schwiegersohn von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor allem um einen Ausweg in der verfahrenen Hartz-Debatte. Freitag trifft sich der Vermittlungsausschuss zur nächsten Krisensitzung. Weil Sozialdemokraten und Grüne mehrere Sonderauswertungen beim Statistischen Bundesamt beantragt haben, drohen sich die Verhandlungen in die Länge zu ziehen. Strippenzieher Strobl will das unter allen Umständen verhindern. Er pocht unbeirrt darauf, „so schnell wie möglich“ eine Lösung zu finden. „Die Hartz-IV-Empfänger brauchen endlich Klarheit“, sagte der CDU-Mann, der zu den Konservativen der Partei gehört.

Politische Beachtung wird Strobl aber weniger mit einem Abschluss der Hartz-Verhandlungen denn mit einem Erfolg bei den Landtagswahlen erzielen. Sollte die CDU auch nach dem 27. März den Ministerpräsidenten in Stuttgart stellen, dürfte das Strobls politische Karriere deutlich Schub verleihen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×