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19.01.2011

15:54 Uhr

Top-Management

Von der Leyen droht mit Frauenqoute

Die Chefetagen der deutschen Top-Unternehmen sind weiter fest in Männerhand. Arbeitsministerin von der Leyen will dies nun ändern. Um Druck zu machen, schließt sich auch eine gesetzliche Regelung nicht aus.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen: Frauenquote von 25 bis 30 Prozent dpa

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen: Frauenquote von 25 bis 30 Prozent

HB BERLIN. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den deutschen Unternehmen wegen des geringen Anteils von Frauen in Top-Positionen mit einer gesetzlichen Frauenquote gedroht. "Angesichts der nur mit der Lupe erkennbaren Fortschritte der vergangenen zehn Jahre schließe ich eine gesetzliche Regelung über einen Mindestanteil von Frauen in Führungspositionen von Unternehmen nicht mehr aus", sagte von der Leyen dem "Manager Magazin". Die einzige Alternative zur gesetzlichen Quote bestehe in einer zügigen, verbindlichen und „öffentlich nachvollziehbaren“ Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zu mehr Frauen in Führungspositionen.

Die Ministerin fügte hinzu: "Unter 25 bis 30 Prozent Frauenanteil in Führungspositionen würde ich gar nicht anfangen zu verhandeln. Das Entscheidende ist eher der Zeitraum für die Umsetzung. Ich sage mal: Es sollten weniger Jahre sein, als meine Hand Finger hat." Einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge gibt es in den Aufsichtsräten und Vorständen deutscher Unternehmen weiterhin kaum Frauen. Demnach haben mehr als 90 Prozent der 100 größten Unternehmen nicht eine einzige Frau im Vorstand, ergab die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung. 2010 lag der Frauenanteil in den Vorständen der Top-200-Unternehmen bei 3,2 Prozent, in den größten 100 sowie den 30 Dax-Unternehmen sogar nur bei 2,2 Prozent.

"Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass freiwillige Selbstverpflichtungen wie bisher nicht reichen", kommentierte DIW- Expertin Elke Holst die Studie. "Wenn die Unternehmen den Frauenanteil in Führungspositionen signifikant steigern wollen, sollten sie sich verbindliche Zielgrößen geben und diese innerhalb fester Zeitrahmen umsetzen."

Holst sagte zudem, die Unternehmen hätten sich bereits 2001 für mehr Frauen in Führungspositionen ausgesprochen. Angesichts dieser Versprechen aber sei ein Plus von 18 Sitzen in Top-Positionen gegenüber 2006 "schlicht zu wenig". 877 von 906 Vorstandsposten in den großen 200 Unternehmen würden von Männern besetzt.

Kommentare (6)

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pretaro

19.01.2011, 17:27 Uhr

ich bin gegen eine gesetzliche Regelung bei einer Frauenquote im Management. Weil das einfach Diskriminierung der Frauen ist. Die Frauen die gut sind, werden immer ihre Position bekommen, wir brauchen keine idiotenregelung, ... Wie hoch ist der Ausländeranteil, oder der Zuwanderer im Management? Vieleicht bekommen wir noch paar Regelungen und machen so die Unternehmen immer handlungsunfähiger. Das einzige was wichtig wäre, die Gehälter der Vorstände radikal zu kürzen und mit aktiver beteilgung am Gewinn und Verlust der Firma zu koppeln. Aber das wird leider nicht umgesetzt. Das Wichtigste wäre endlich abzurechnen mit der CDU, und sie möglichst schnell abzusetzen. Die Grichenlandhilfe hat das unlängst bewiesen, wie Steuergelder sinnlos verschwendet werden, trotz das wir eine Frau als Kanzlerin haben. Also kann mir keiner erzählen das Frauen fähiger sind wie Männer, Denn Merkel hat bewiesen, das sie den Amtsposten als Kanzler am schlechtesten, seit bestehen der bRD, ausführt.

Morchel

19.01.2011, 18:17 Uhr

Wir sollten überlegen ob es nicht besser wäre eine juristische Aufarbeitung vorzunehmen, über die durch unsere Volksverräter heraufbeschworene Situation Menschen in Harz zu schicken
Arbeitslosenstatistiken zu verfälschen, Umverteilung zugelassen zu haben, Seilschaften, Korruption,Sklaverei eingeführt zu haben, das Eurodilemma mit krimmineller Energie ohne Volksbefragung durchgezogen zu haben, Verschwendung von Steuermilliarden,Treuhandkriminalität, bildung von krimminellen vereinigungen Landesbanken,Führen von Kriegen Persönliche Vorteilsnahme ja es sind nur einige punkte,nur die kritische masse wird bald erreicht sein,es ist tausendmal besser als von Verarschten in die Armut geführten Menschen zur Rechenschaft gezogen zu werden wo ihr doch versprochen hattet ihre intressen zu berücksichtigen.Auf der ganzen liene gescheitert,Frauen verdienen das selbe für gleiche arbeit gleicher lohn, dafür gibt es dann Geringverdiener, Aufstocker,nur für euren scheiss ergaunerten Wohlstand lebeb andere von der hand in den Mund.

werwiewas

19.01.2011, 18:57 Uhr

das waere wirklich der Gipfel sollte es eine gesetzlich verordnete Frauenquote geben. Wohin diese Quote fuehrt belegt ja gerade unsere aktuelle Regierung. Es werden entweder keine Entscheidungen getroffen oder solche, die es nicht Wert sind darueber zu sprechen. Wie "pretaro" schon anmerkte gibt es wichtigere Dinge zu loesen, aber das ist wohl von unseren Frauen zuviel verlangt.

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