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08.01.2005

21:01 Uhr

Tor ist Symbol für die Teilung Deutschlands

Abgeordnete wollen Mauergedenkstätte am Brandenburger Tor

Ein parteiübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten will sich für eine Mauergedenkstätte am Brandenburger Tor einsetzen. Sie kritisiert, dass die Mauer in Berlin nach 1990 konsequent aus dem Stadtbild verbannt worden sei.

HB BERLIN. Mehr als 100 Abgeordnete des Deutschen Bundestags haben sich für eine Mauergedenkstätte in der Nähe des Brandenburger Tors in Berlin ausgesprochen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Als Begründung sagten die Abgeordneten, kein anderer Ort habe so sehr für die Teilung Deutschlands und der Welt gestanden.

Die parteiübergreifende Initiative will demnächst einen entsprechenden Antrag einbringen. Sie kritisierte, dass die Mauer in Berlin nach 1990 konsequent aus dem Stadtbild verbannt worden sei. Vor allem junge Menschen hätten zu wenig Gelegenheit, sich direkt mit der deutschen Teilung und der Mauer auseinanderzusetzen.

Hintergrund der Initiative ist ein seit Wochen dauernder Streit um ein von der Chefin des Berliner Mauermuseums, Alexandra Hildebrandt, aufgestelltes provisorisches Denkmal für die Mauertoten. Hildebrandt ließ am früheren Checkpoint Charlie auf einem gepachteten Gelände zahlreiche Holzkreuze errichten, die an die Mauertoten erinnern.

Die Grundeigentümerin BAG Bankaktiengesellschaft (Hamm) hat laut Medienberichten inzwischen eine Räumungsklage für das Gelände eingereicht und für Anfang der Woche eine Erklärung angekündigt. Hildebrandt will ihr «Freiheitsmahnmal» stehen lassen. Sie will außerdem die Pacht verlängern und mit Hilfe von Geldgebern das Gelände kaufen.

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