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27.11.2015

15:00 Uhr

Tornados gegen den IS

Mit Oldtimern in den Krieg

VonJens Koenen

Betagt, aber besser als ihr Ruf: Deutschland schickt deutsche Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado in den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Inwieweit sie den dortigen Einsatzkräften helfen können, ist aber umstritten.

Die Tornados sind zwar schon betagt, aber mit modernster Technik ausgestattet. dapd

Tornado-Auflärungsflugzeug

Die Tornados sind zwar schon betagt, aber mit modernster Technik ausgestattet.

FrankfurtDiese alten Kisten, werden viele vielleicht gesagt haben, als sie vom Einsatz deutscher Tornados im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehört. Tatsächlich sind die Flugzeuge mittlerweile in die Jahre gekommen. Die ersten wurden bereits 1981 an die Bundeswehr ausgeliefert.

Und wer immer dieses Flugzeugmuster fliegt – ob Deutschland, Großbritannien oder auch Italien – alle Länder arbeiten an einer Ablösung der Flugzeuge. Und doch ist der Tornado in mancher Hinsicht besser als sein eigener Ruf und auch der der Bundeswehr-Technik allgemein.

Über diese Auslandseinsätze entscheidet die Bundeswehr

Vier Einsätze

Der Bundestag wird sich in den nächsten Wochen intensiv mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr befassen. Er muss über eine neue Mission und die Ausweitung dreier bestehender Einsätze entscheiden. Ein Überblick.

Syrien

Beteiligung am Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien und im Irak mit „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen, Tankflugzeugen, einem Kriegsschiff und Satellitenaufklärung – Zahl der Soldaten noch offen.

Irak

Ausweitung der Ausbildung kurdischer Kämpfer im Nordirak für den Kampf gegen den IS – bis zu 150 statt bisher 100 Soldaten.

Mali

Ausweitung des Einsatzes zur Friedenssicherung im westafrikanischen Mali – 650 statt bisher 10 Soldaten.

Afghanistan

Ausweitung des Einsatzes in Afghanistan zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte – bis zu 980 statt bisher 850 Soldaten.

Denn auch, wenn der Flieger schon viele Jahre auf dem Buckel hat, in seinem Innern beherbergt er modernste Technologie, die in den vergangenen Jahren nachgerüstet wurde. Das gilt vor allem für die sogenannten Recce-Tornados. Recce steht für den angelsächsischen Begriff „reconnaissance“ und bedeutet „Aufklärung“. Ein Teil der eigentlich für Luftangriffe konzipierten Tornado-Jets der Bundeswehr sind mit dieser Technologie ausgestattet.

Dazu wurden in einem Behälter unter dem Rumpf optische Kameras und Infrarotscanner installiert. Die Technik ist digital, die Daten können noch während des Fluges an die Bodenstationen übermittelt werden. Dabei denkt das System mit.

Es hängt sich an ein Ziel, die Kamera etwa schwenkt mit, wenn das Flugzeug einem Angreifer ausweichen muss. Und aus den Einzelbildern kann ein Gesamtbild erstellt werden, um die Situation am Boden noch besser beurteilen zu können. Die so gewonnenen Daten helfen Kampfjets zum Beispiel dabei, ihre Ziele besser zu finden.

Kommentare (42)

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27.11.2015, 15:03 Uhr

Na und, und wenn schon. Wen juckt´s ? Bin ich Soldat vom Beruf ? Solange die mich nicht fragen, ob ich da mitmachen möchte sollen die mal machen wie sie denken und für richtig halten. Ich habe was besseres mit meiner Zeit zu tun als mir darüber Gedanken zu machen. Fertig.

Rainer von Horn

27.11.2015, 15:13 Uhr

Vielleicht sollte man auch die "Dicke Berta" ins Gefecht werfen? Aber: geht ja nicht, die hat schon der Mario!

https://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha#/media/File:Musee-de-lArmee-IMG_0984.jpg

Herr Jürgen Bertram

27.11.2015, 15:20 Uhr

solange die "eigene Kasse stimmt" und andere den Kopf hinhalten ist ja alles in bester Ordnung......

!!!! MERKEL MUSS WEG !!!!

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