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04.05.2011

16:53 Uhr

Totengebet in Frankfurt

Hassprediger dürfen nicht für Osama beten

Darf man sich über Bin Ladens Tod freuen? muss sich Angela Merkel fragen lassen. Doch darf man seinen Tod öffentlich betrauern? Islamisten wie Pierre Vogel wollen ein Totengebet für den Terror-Chef - mitten in Frankfurt.

Pierre Vogel predigt in der Frankfurter Innenstadt zu seinen Anhängern. Quelle: dpa

Pierre Vogel predigt in der Frankfurter Innenstadt zu seinen Anhängern.

Frankfurt"Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten." Mit ihrer Reaktion auf den Tod des Topterroristen löste Bundeskanzlerin Merkel eine Welle der Empörung und Kritik aus - auch in der eigenen Partei: "Man kann sich als Mensch und erst recht nicht als Christ über den Tod eines Menschen freuen", sagte etwa der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck. Die stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach, kritisierte, auch christlicher Sicht sei es nicht angemessen, Freude über die gezielte Tötung eines Menschen zu äußern.

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"Ich hätte das nicht so formuliert. Das sind Rachegedanken, die man nicht hegen sollte. Das ist Mittelalter", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsauschusses, Siegfried Kauder, der "Passauer Neuen Presse". "Ich freue mich nicht, dass ein Mensch gestorben ist", sagte auch der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU, Philipp Mißfelder, am Mittwoch. Sowohl der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz als auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe verteidigten dagegen die Kanzlerin.

Nun könnte die Debatte eine neue Richtung bekommen: Denn Extremisten um den Islamisten Pierre Vogel haben für kommenden Samstag unter dem Titel "Wie erreicht man den Frieden auf der Welt" ein Totengebet für den getöteten Terroristenführer angemeldet - mitten in der Frankfurter Innenstadt, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch berichtete.

Die Stadt Frankfurt am Main hat das öffentliche Totengebet allerdings verboten: Diese "öffentliche Verhöhnung der Opfer vom 11. September und zahlreicher weiterer Opfer des islamistischen Terrors" sei unter keinen Umständen hinnehmbar, begründete Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP) seine Entscheidung. Ob die Veranstalter dagegen beim Verwaltungsgericht Beschwerde einlegen wollen, war zunächst unklar.

Von

dpa

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

04.05.2011, 17:47 Uhr

Eine gesunde und auf der breiten Zustimmung des Wahlvolkers basierende Demokratie verträgt auch einen Pierre Vogel und seine "Predigten", die nur Leute überzeugen, die noch weniger im Kopf haben, als er selber.

Alphawoelfchen

04.05.2011, 18:15 Uhr

Eine gesunde, auf breiter Zustimmung des Volkes basierende Demokratie würde für eine entsprechende Gegendemonstration sorgen. Aber es fehlt wohl noch das Verständnis, insebesondere bei Links-Grün und bei der Antifa, dass es sich bei diesem Vogel und seinen Anhängern um islamische Faschisten handelt.

Account gelöscht!

04.05.2011, 18:28 Uhr

Wie ich usnere grünen Vaterlandsverräter kenne, werden sie dies sicher zulassen.
Aber gegen ein paar Hanseln von rechts, die keinen interessieren, machen sie ganze Städte mobil

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