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13.08.2013

14:58 Uhr

Transparency

Pflegesystem bietet laut Studie Einfallstore für Betrug und Korruption

Zu wenig Kontrollen, laxe Regeln und zu viel Bürokratie: In der Altenpflege würden Betreiber von Heimen und Pflegediensten laut der Anti-Korruptions-Organisation Transparency dazu eingeladen, das System auszuplündern.

Betrug in der Pflege: Laut der Anti-Korruptions-Organisation Transparency ist das keine Ausnahme. dpa

Betrug in der Pflege: Laut der Anti-Korruptions-Organisation Transparency ist das keine Ausnahme.

Das System der medizinischen Pflege und rechtlichen Betreuung in Deutschland bietet laut einer aktuellen Studie Einfallstore für Betrug und Korruption. Es fehle an Transparenz und Kontrollmöglichkeiten für die Betroffenen, kritisierte die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland bei der Vorstellung der Studie am Dienstag in Berlin.

Um die wirtschaftliche Ausbeutung der Abhängigkeit pflegebedürftiger Menschen zu verhindern, sei eine Vielzahl von Verbesserungen notwendig – darunter die Einführung durchsetzbarer Mitbestimmungsrechte für Heimbewohner und Angehörige sowie eine bessere Kontrolle von Betreuern.

Die Transparency-Studie offenbart nach Angaben der Autoren eine Vielzahl von Schwachstellen im System. So hätten für die Untersuchung geführte Expertengespräche gängige Betrugsstrukturen offengelegt, die sich aus den Milliardenausgaben für die soziale Pflegeversicherung speisten.

Als Beispiele nannte Transparency unter anderem Fälle, in denen Ärzte von Pflegediensten Honorare für die Überweisung von Patienten erhielten. Auch „verkauften" Pflegedienste demnach lukrative Patienten an andere Pflegedienste.

Weitere Fälle betrafen Sanitätshäuser, die an Heimleiter spendeten - um damit sicherzustellen, dass die Heimbewohner Rollatoren, orthopädische Schuhe oder sonstige Hilfsmittel aus ihrem Sanitätshaus beziehen. Zudem solle es bei der Entscheidung über die Pflegestufen vorgekommen sein, dass die zuständigen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung ein „Kopfgeld" erhielten – wenn sie bei der Einstufung möglichst restriktiv vorgehen. Damit würden die Ausgaben der Pflegeversicherung gesenkt, wie es in der Studie weiter heißt.

Grundsätzliche Kritik übten die Autoren der Schwachstellen-Analyse an fehlenden Rechten für Heimbewohner und Angehörige. Sie hätten als eigentliche Finanziers der Pflege bis heute keine durchsetzbaren Mitbestimmungsrechte, sondern lediglich „Mitwirkungsrechte" im Sinne von Informations- und Anhörungsrechten.

Diese Rechte seien zudem seit der Föderalismusreform im September 2006 in landesspezifischen Heimgesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt - mit der Folge, dass Transparenz und Vergleichbarkeit der Leistungen deutlich schlechter geworden seien.

Kommentare (8)

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13.08.2013, 17:22 Uhr

Völlig richtig.
Die Pflegevers. ist zur größten Abzockversicherung geworden und der Staat schaut zu.
Ich weiß, wovon ich rede, denn das ist mein Fachgbiet

Habnix

13.08.2013, 20:51 Uhr

"Pflegesystem bietet laut Studie Einfallstore für Betrug und Korruption"

Ja wenn das so ist warum schaffen wir die doppelte Betrugsmöglichkeit nicht wieder ab ?

Einmal werden wir von der Regierung betrogen und ein mal von irgend welchen Gaunern aber beide haben sich diese Möglichkeit des Betrugs geschaffen und sind daher Kriminell.Natürlich zuerst müssen wir die Kriminellen los werden.Werdet Selbtversorger so gut es geht. Das ist friedlichste Lösung.

Account gelöscht!

13.08.2013, 23:54 Uhr

das hier ist des FDP Bahrs Gesundheittsministerium!

Generika?
Also Medikamente, Wirkstoffe die in einem völlig anderem Herstellungsprozess aus gänzlich anderen Grundsubstanzen erzeugt werden müssen,
um die Patentrechtlichen Schutzrechte die, die oft viele 10 Mill. Entwicklungskosten, Erprobungs- und Zulassungskosten eines Wirkstoffes absichern sollen/müssen,
zu umgehen.

Generika sind ein, sind Das riesiges Geschäft, die Kosten für die Herstellung des Generika sind Minimal und dennoch liegt der Preis von Generika bei 70% - 90% des Originalpräparates.

Generika?
Nicht die Chemische Summenformel machen die Wirkung eines Wirkstoffes/Medikamentes aus, sondern der Molekulare Aufbau des Wirkstoffes erzeugt die Wirkung.
Die aber nur unter den Patentschutz stehenden Präparates unter den Herstellungsbedingungen aus den Grundsubstanzen zu dem Molekuklaraufbau, als Wirkstoff, führt.

Generika haben eine sehr geringe bis keine, sogar gänzlich andere Wirkung als das Original Medikament.
Dazu kommt, das die Nebenwirkungen ebenso wenig erforscht, getestet, untersucht wurden, wie die angebliche Wirkungsweise!
Ich persönlich halte das für schweren Betrug und Körperverletzung, den Wirtschaftlichen Schaden der durch unsachgemäße „Medikamente“ dem Gesundheitswesen im Nachhinein entstehen – durch das Vorsätzliche verabreichen irgendwelcher als Medikament bezeichnete Chemikalien, wird sich noch zeigen oder unter den Neuen besonderen Bedingungen(stalinistisch) nach – schlicht Verheimlicht!

Studie in Leipzig u. Dresden,
das durchschnittliche Sterbealter lag:
1991 bei 68 Jahren
2001 bei 83 Jahren
womit im besonderen deutlich wird,
wie Hoch das Einsparpotential wirklich sein kann.
Und noch etwas aus eigener Erfahrung:
erst die Diagnose erklärt die Krankheit und zwangsläufige Therapie,
Einsparungen, definiert sich dann am besten, aus der Diagnose!
(ein Leid geprüfter Patient)

ich warte auf die Werbekampagne,
sind OP´s ab 60 Sinnvoll!

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