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27.05.2014

06:50 Uhr

Treffen der Koalitions-Chefs

Große Koalition schachert um Posten und Milliarden

Um Juncker als EU-Chef durchzusetzen, müssen die Konservativen den Sozialisten ein Angebot machen. Und die Kanzlerin der SPD. Die Parteichefs der Großen Koalition berieten am Abend auch über Bildungs-Milliarden.

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BerlinDie Parteispitzen der großen Koalition haben sich offenbar über die Verteilung der den Ländern zugesagten Milliarden für Bildung, Kitas und Forschung geeinigt. „Die Parteivorsitzenden haben sich über aktuelle innenpolitische Fragen ausgetauscht und verständigt“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagabend nach einem rund dreistündigen Treffen der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel mit CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel mit. Einzelheiten nannte Seibert nicht. Dabei handelt es sich nach dpa-Informationen um die im Koalitionsvertrag den Ländern bis 2017 zugesagten sechs Milliarden zur Bewältigung ihrer Aufgaben bei Kinderbetreuung, Schulen und Hochschulen.

In Koalitionskreisen wurde betont, dass Details des Bildungspakets wahrscheinlich am Dienstag verkündet werden. Die Parteichefs verließen das Kanzleramt am Abend, ohne sich zu äußern. Seehofer hatte im Vorfeld aber bereits in Aussicht gestellt, dass der seit Monaten andauernde Streit beigelegt werden könnte. „Ich glaube, dass wir uns heute Abend verständigen können“, hatte er betont.

Mehrere Länder verlangen das Geld direkt und ohne Zweckbindung. Bundesbildungspolitiker von Union und SPD wenden sich allerdings gegen einen „Blankoscheck“ für die Länder. Seehofer sagte: „Ich möchte, dass das Geld für diesen Zweck zu den Ländern fließt.“

Bildungserfolg und soziale Schichten

Schulerfolg hängt von sozialer Herkunft ab

Die Lehrer sind sich einig: Der Schulerfolg hängt maßgeblich von der sozialen Herkunft ab.

Der Einfluss der sozialen Schicht des Elternhauses auf die Leistung von Schülern ist sehr groß, sagen 33 Prozent der Lehrer, groß sagen 49 Prozent der Lehrer und gar nicht groß sagen 15 Prozent. Unentschieden sind drei Prozent der Lehrer.

Lehrer sehen zunehmende soziale Differenzierung

18 Prozent der Lehrer haben den Eindruck, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten zu 60 Prozent an Grundschulen zugenommen haben, 17 Prozent haben den Eindruck, die Unterschiede haben zu 63 Prozent an Haupt/Realschulen zugenommen, 37 Prozent meinen, der Unterschied habe an Gymnasien zu 45 Prozent zugenommen.

Mittlere soziale Schichten

Von Kinder aus mittleren sozialen Schichten besuchen 52 Prozent ein Gymnasium, 33 Prozent eine Realschule, sieben Prozent eine Hauptschule, acht Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 13 Prozent eine Gesamtschule.

Schwächere soziale Schichten

Von Kindern, deren Eltern aus schwächeren sozialen Schichten sind, besuchen 30 Prozent ein Gymnasium, 34 Prozent eine Realschule, 17 Prozent eine Hauptschule, elf Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 18 Prozent eine Gesamtschule.

Höhere soziale Schichten

Von Kindern aus höheren sozialen Schichten besuchen 70 Prozent ein Gymnasium, 25 Prozent eine Realschule, fünf Prozent eine Hauptschule, ein Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 14 Prozent eine Gesamtschule.

Zudem suchten die Vorsitzenden in dem vertraulichen Gespräch nach einem Kompromiss für die deutsche Position zur Besetzung der neuen EU-Kommission. Merkel und Gabriel hatten zuvor deutlich gemacht, dass mehrere Gespräche - auch auf EU-Ebene - nötig seien. Seibert betonte, die Parteivorsitzenden seien sich einig, „dass nach der Europawahl auf europäischer Ebene zwischen Europäischem Rat, Europäischem Parlament und den europäischen Parteienfamilien über Inhalte und Personalfragen gesprochen werden muss“.

Kommentare (17)

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27.05.2014, 08:21 Uhr

Fast 3 Monate Geschacher um Posten und Mammon nach der Bundestagswahl. Nun geht das Geschacher in Europa weiter vermutlich auch über Monate. Alles hinter verschlossenen Türen ,Transparenz geht anders. Aber der Einheitsbrei im Bundestag steht fest zusammen.

Beispiel: Zitat Günther Oettinger EU Kommissar CDU

"Wählen Sie lieber SPD als AFD und lieber Grüne als gar nicht. Und die CDU gibt,s natürlich auch noch.

Noch Fragen?

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27.05.2014, 08:27 Uhr

Schachern und Machtausübung...was anderes kann die Groko auch nicht. Wann wachen endlich die SPD-Unions Wähler auf!
Gebt diesen Parteien nicht soviel Macht und Willkür an die Hand! Rückt endlich von euren dumm-treuen Stammwählerverhalten ab und wählt nach der jeweiligen Vernunft und Verstand. Danke!

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27.05.2014, 08:30 Uhr

und weiter geht die Ingoranz des Volkes Willen. Und weiter gehts nur um Posten und Pfründe. Können sie auch locker, da die deutschen Wähler ihnen ja die Treue halten. Die FAZ titelte: die deutschen Musterschüler.
Ich sage: die deutschen sind größere Duckmäuser als je zuvor. Krakelen in Foren, an Stammtischen und wählen dann doch wieder Mutti oder SPD, was aufs Gleiche rauskommt.

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