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14.01.2013

13:09 Uhr

Treffen in Berlin

Schäuble knöpft sich Tsipras vor

Finanzminister Wolfgang Schäuble steht in Europa für einen rigiden Sparkurs – eine Politik, die der griechische Oppositionsführer Alexis Tsipras als fatal geißelt. Am Montag setzten sich beide in Berlin zusammen.

Im Schneetreiben fährt Alexis Tsipras in Berlin vor. dapd

Im Schneetreiben fährt Alexis Tsipras in Berlin vor.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den griechischen Oppositionsführer Alexis Tsipras vom radikalen Linkbündnis Syriza aufgefordert, den Sparkurs der konservativen Regierung in Athen mitzutragen. Nach einem Treffen der beiden Politiker am Montag in Berlin hieß es in Kreisen des Bundesfinanzministeriums, Schäuble habe gegenüber Tsipras unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass die Umsetzung des wirtschaftlichen Anpassungsprogramms "alternativlos" sei: "Schäuble hat Herrn Tsipras aufgefordert, den eingeschlagenen Weg mitzutragen."

Die halbstündige Begegnung war auf Tsipras' Wunsch zustande gekommen. Er steht der größten griechischen Oppositionspartei vor, die den mit hoher Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten verbundenen Konsolidierungskurs strikt ablehnt.

In Finanzministerium hieß es, die Gesundung Griechenlands sei ein nationales Anliegen. Griechenland habe in den vergangenen Monaten große Reformanstrengungen unternommen. "Reformen sind der einzige und notwendige Weg, um Griechenland wieder auf den Weg zu wirtschaftlicher Gesundung zu bringen", hieß es im Umfeld Schäubles. Erfolge wie die Heraufstufung des Länder-Ratings und die Verbesserung der aktuellen Haushaltsdaten bestätigten dies. Das Treffen kam nach Angaben des Finanzministeriums auf Wunsch von Tsipras zustande, der sich für einige Tage in Deutschland aufhält und vor allem bei Veranstaltungen der Linken auftritt.


Von

rtr

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

14.01.2013, 14:28 Uhr

Zitat : Schäuble knüpft sich Tsipras vor.

Zitat : Die halbstündige Begegnung war auf Tsipras' Wunsch zustande gekommen.

Ja wer knüpft sich jetzt wen vor ?

matze

14.01.2013, 14:45 Uhr

@ dienet wohl zur druckerhöhung auf die "korrupten gr brüder von neo und pas..". ich halte die analyse von strauss sohn - hier mal erschienen - für korrekt. allerdings würde dies vorraussetzen, dass der herr tsirpas und co. au was von der welt versteht!?! hab mal nen kleinen text von ihm gelesen, falls der korrekt übersetzt war, bin ich da extrem pessimistisch!!! der mund bewegt sich, aber der kopf versteht nich!

Hilft alles nix:
die politik muss au mal klartext reden! mei these dazu: Grichenland, Zypern, Malta, Portugal und Spanien werden bei Euroaustritt auf das Wohlstandsniveau von Tunesien/Algerien fallen. Woher soll den die Kaufkraft der neuen Währungen kommmen? UND Italien auf das Wohlstandsniveau der Türkei!!! Vielleicht im Norden etwas höher!

Epikur

14.01.2013, 15:22 Uhr

Schäuble will die Opposition gleichschalten.
Tsipras mag sonderbare Vorstellungen haben, als Geißel der korrupten griechischen Politik taugt er allemal. Das Gleichschalten der Opposition mag bequem sein, zielführend ist es nicht, und demokratisch schon gar nicht.

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