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14.03.2014

07:44 Uhr

Treffen mit Merkel

Wirtschaftsverbände kritisieren Bundesregierung

Seit wenigen Monaten regiert in Berlin die große Koalition - und zwar so, dass sie den Ärger der Wirtschaft auf sich zieht. Genug Diskussionsstoff also für das Spitzengespräch mit der Kanzlerin.

An dem traditionellen Spitzengespräch mit Merkel am Rande der Handwerksmesse nimmt unter anderem der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, teil. AFP

An dem traditionellen Spitzengespräch mit Merkel am Rande der Handwerksmesse nimmt unter anderem der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, teil.

MünchenDie großen deutschen Wirtschaftsverbände gehen mit scharfer Kritik an der bisherigen Politik der großen Koalition in das Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die abschlagsfreie Rente mit 63 setze „falsche Signale“, ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn gefährde Beschäftigungschancen, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers der vier Verbände, aus dem die „Nordwest Zeitung“ vor dem Treffen am Freitag in München zitierte.

An dem traditionellen Spitzengespräch mit Merkel am Rande der Handwerksmesse nehmen der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sowie Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer teil. Ein Thema dort dürfte auch das Ringen um die Energiewende sein.

Beim Mindestlohn fordern die Verbände demnach umfangreiche Ausnahmen. Insbesondere müssten Abweichungen für junge Menschen vorgesehen werden, „um keine falschen Anreize zu setzen, durch die die Ausbildungsbereitschaft eingeschränkt wird“. Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn dürfe „die Tarifautonomie und das bewährte System der Lohnfindung nicht übermäßig beeinträchtigen“. Und zur Rentenpolitik heißt es in dem Papier, längeres Arbeiten sei zur Begrenzung des Arbeitskräftemangels sowie im Interesse der Finanzierbarkeit der Rentenversicherung „notwendig und sachgerecht“.

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Handwerkspräsident Wollseifer kritisierte die Rentenpläne der Koalition in der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag) als Wahlgeschenk. „Wir brauchen im Handwerk unsere Fachkräfte, auch die jenseits der 60“, sagte er. Frühverrentung verschärfe die Fachkräfteengpässe.

Auch BDI-Präsident Grillo hatte sich in dieser Woche bereits mit deutlicher Kritik an der bisherigen Arbeit von Schwarz-Rot in Berlin zu Wort gemeldet. Für eine gute Weiterentwicklung des Industriestandortes Deutschland könne er „leider bislang nicht viel Gutes erkennen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Von

dpa

Kommentare (5)

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14.03.2014, 08:38 Uhr

"das bewährte System der Lohnfindung nicht übermäßig beeinträchtigen“.
Es hat sich eben NICHT bewährt! Dumpinglöhne sind heute an der Tagesordnung, Sklavenhändler verdienen gutes Geld, während die Leistungserbringer oft ein Trinkgeld bekommen!

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14.03.2014, 09:17 Uhr

Es wird eng für die Merkel-Opportunistin...sie muss sich entscheiden...entweder für die Vernunft oder den Verstand zum Wohl der Bürger oder weiter für diese GRÜNE Ideologie der Anti-Wirtschaft,Energie,Gesellschaftspolitik auf Basis einer grünsozialistischen Sozial-Energiewende-Technikfeindlichen, Familien- und Wertfremden Politik.

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14.03.2014, 10:10 Uhr

Wie " ARM " die deutsche Wirtschaft ist, weiß jeder der die Einkommensstatistiken lesen kann. Wer dies aus techn. Gründen nicht kann oder versteht kann ja den kleinen Wurst- und Fleischfabrikanten U. Hoeness als Beispiel nehmen, wie dreckig es den Unternehmern in der BRD geht.
Wann setzt sich den mal Frau Merkel mit Rentnern (nicht Pensionären)zur Diskussionsrunden zusammen?

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