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09.12.2014

12:17 Uhr

Trotz Absage von Russland

Gabriel hofft weiter auf „South Stream“

Trotz der Absage Russland an die Gaspipeline South Stream hofft Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf eine Fortsetzung des Projektes. Er wünscht sich, dass die Gespräche fortgeführt werden, wenn sich die Lage beruhigt.

„Für Europa insgesamt wäre es gut, wenn das Projekt nicht ganz gestorben wäre“, sagte Gabriel am Dienstag vor einem Treffen der EU-Energieminister in Brüssel. dpa

„Für Europa insgesamt wäre es gut, wenn das Projekt nicht ganz gestorben wäre“, sagte Gabriel am Dienstag vor einem Treffen der EU-Energieminister in Brüssel.

BrüsselBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hofft trotz des russischen Neins zur geplanten Pipeline South Stream auf eine Fortsetzung des Projekts. „Für Europa insgesamt wäre es gut, wenn das Projekt nicht ganz gestorben wäre“, sagte Gabriel am Dienstag vor einem Treffen der EU-Energieminister in Brüssel.

Er hoffe, dass man wieder ins Gespräch komme, wenn sich „irgendwann“ die Lage zwischen der EU, Russland und der Ukraine beruhigt habe. „Es ist bedauerlich, dass das Projekt aus Sicht des russischen Präsidenten (Wladimir Putin) nicht weiterverfolgt werden soll.“

Es könne deshalb nur die Entscheidung Russlands sein, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Gerade für die Gasversorgung in Südeuropa wäre South Stream wichtig gewesen, fügte Gabriel hinzu.

Die internationale Gasleitung South Stream

Länge

Die Erdgasleitung South Stream bildet eine Gesamtlänge von 2380 Kilometern.

Unter Wasser

Das Herzstück ist ein 925 Kilometer langer Abschnitt im Schwarzen Meer durch russische, türkische und bulgarische Hoheitsgewässer.

Über Land

Vom bulgarischen Anlandepunkt in der Hafenstadt Warna sollte eine 1455 Kilometer lange Landleitung durch Serbien, Ungarn und Slowenien bis nach Norditalien führen.

Vom schwarzen Meer bis Italien

South Stream soll nach den bisherigen Plänen die russische Stadt Anapa am Schwarzen Meer mit dem italienischen Grenzort Tarvisio verbinden. Sie würde es ermöglichen, russisches Gas am Krisenland Ukraine vorbei nach Europa zu transportieren.

Haushalte

Bisherige russische Pläne gingen davon aus, dass durch die Leitung von 2019 an bis zu 38 Millionen Haushalte versorgt werden könnten.

Kosten

Die Kosten für das Vorhaben werden auf 16 Milliarden Euro geschätzt.

Gazprom und Eni

An der Firma South Stream Transport, die ihren Sitz in den Niederlanden hat, sind der russische Gasmonopolist Gazprom mit 50 Prozent und der teilstaatliche italienische Energieversorger Eni mit 20 Prozent beteiligt.

Wintershall und EDF

Die BASF-Tochter Wintershall und der mehrheitlich staatliche französische Energiekonzern EDF halten je 15 Prozent.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte vorige Woche ebenfalls erklärt, dass er auf eine Fortsetzung des Projektes setze, die Initiative dafür aber von der russischen Regierung ausgehen müsse.

Putin hatte South Stream zuvor für gescheitert erklärt.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Herr Helmut Paulsen

09.12.2014, 12:37 Uhr

Streik deutschlandweit ! Alle ! Für uns tut niemand etwas.

Ansonsten werden die Deutschen ausgeplündert bis zum Untergang.

Die Regierung verdient die Steuern der Deutschen nicht. Sie geben nichts für uns zurück ausser importierte Überfremdung.

++++++++++++++++

STEUERZAHLER-STREIK DEUTSCHLANDWEIT !!

ALLE BLEIBEN MONTAGS ZU HAUSE IN DEUTSCHLAND !!

Wetten, dass Merkel das SOFORT versteht ?

Und dazu gibt es keine Bezahlt-"Gegendemonstranten".

Einfach alle in Deutschland bleiben zu hause MONTAGS.

++++++++++++++++

PEGIDA - von zu hause aus !

++++++++++++++++

Die ganze Ost-Ukraine sollte als "Puffer-Zone" gegen die Expansion der NATO nach Osten als neuer Staat "Neu-Russland" ausgerufen werden.

Ich bin dafür.

Auch die Abgabe der Krim an die Ukraine war ein Fehler 1990, der rückgängig gemacht wurde, davor war sie ja russisch und soll es auch bleiben.

Ansonsten bleibt die Ukraine ein Dauer-Flächenbrand über Jahrzehnte.

Dann kann die Kooperation mit Russland auch wieder weitergehen in Frieden und beiderseitigem Wohlergehen.

Deutschland wird als "Atlantische Speerspitze gegen Russland" missbraucht ! Ich schäme mich für Merkel als Deutscher !!!

Herr Vittorio Queri

09.12.2014, 12:41 Uhr

>> Gabriel hofft weiter auf „South Stream“ >>

Das zeugt davon, dass dieser Dilettant den Boden der Realität längst verlassen hat. Oder glaubt er, dass Putin eine 180 ° Drehung vollzieht, wie die Murksel es permanent vorführt ?

Das South-Stream-Projekt, oder auch das Nabocco-Projekt , sind nicht gestorben !

Nur die Pipelines müssen die dämlichen und arroganten EU-Deppen jetzt auf eigene Kosten bauen. Und das Gas bei den Türken kaufen !

Und so ein Trottel ist bei uns Wirtschaftsminister...?

Herr Josef Schmidt

09.12.2014, 12:44 Uhr

Ach, Gabriel ist aufgewacht. Träum lieber weiter, der Zug ist schon abgefahren. Wenn der Schröder nicht gewesen wäre müssten wir jetzt Gas aus USA verschiffen.

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