Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2011

13:28 Uhr

Trotz Affäre

Guttenberg verteidigt Beliebtheits-Thron

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bleibt trotz der Affäre um seine Doktorarbeit der beliebteste Politiker in Deutschland - allerdings büßte er stark an Zuspruch ein.

Beliebtheitswerte gehen bei Guttenberg zurück. Quelle: dpa

Beliebtheitswerte gehen bei Guttenberg zurück.

BerlinNach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer führt er die Liste der Top zehn nur noch mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an.

Die SPD ist der Erhebung zufolge nach ihrem Wahlsieg bei der Hamburger Bürgerschaftswahl bundesweit im Aufwind. Wäre am Sonntag Bundestagswahl käme sie auf 29 Prozent (plus 2). Dagegen verlieren die Grünen, die in Hamburg die Koalition mit der CDU aufgelöst hatten und bei der Wahl unter ihren Erwartungen blieben, an Zustimmung (15 Prozent/minus 2). Die CDU/CSU kommt unverändert auf 36 Prozent, die FDP läge weiter bei fünf Prozent und die Linke unverändert bei neun Prozent.

75 Prozent der Bürger finden nicht, dass Guttenberg als Verteidigungsminister zurücktreten muss, weil er für seine Dissertation Texte anderer Autoren benutzte, ohne dies zu kennzeichnen. 60 Prozent sehen ihn immer noch für höchste politische Ämter geeignet. 42 Prozent der Bürger halten ihn aber für politisch dauerhaft beschädigt, 55 Prozent sehen das anders.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

SayTheTruth

25.02.2011, 13:48 Uhr

Bisher war ich echt ein grosser Sympatisant vom FrHr. zu Guttenberg aber schon das 2 Seiten lange Vorwort zu seiner Dissertation liest sich wirklich sehr überheblich, selbstgefällig und dick aufgetragen.


http://bookview.libreka.de/retailer/urlResolver.do?id=9783428125340&retid=100154

Account gelöscht!

25.02.2011, 14:20 Uhr

Es tut mir leid aber so wirklich erschliesst es sich für mich nicht, warum der "Gutti" solch einen riesigen Zuspruch und sich solche einer enormen Beliebtheit in der Gesellschaft erfreut. KT zu Guttenberg ist nichts anderes als ein arroganter und hochmütiger Blender, der es geschafft hat, "Obama-like" viel heisse Luft zu erzeugen und mithilfe der Medien zu einem Popstar der Politik zu werden. Man kann nicht wirklich behaupten, dass er bisher viel erreicht und viel bewegt hat.
Sicherlich, er hat es vielleicht geschafft, mit seinem Charisma etwas Dynamik und frische Luft in die Politik zu bringen, doch ich kann nicht wirklich sehen, dass seine Kompetenzen so hoch sind und sein Erfahrungsschatz so unersetzbar, dass kein anderer den Job besser machen könnte. Da switcht jemand mal eben vom Wirtschaftsminsiter zum Verteidigungsminister, ohne sowohl im einen als auch anderen Resort wirklich Ahnung zu haben. Und dann erntet er dafür Lob, dass er es schafft, das Wort "Krieg" in den Mund zu nehmen, was jahrelang den Bürgern vorenthalten wurde und wo Bürger belogen wurden. Super, toller Typ!
Diese ganze Guttenberg Affäre zeigt nichts anderes, als dass er ein toller Redner und Schaumschläger ist. Wer mit seiner gesytlten Frau und permanenter Präsenz der Medien auf Afghanistan Tournee geht, hat nicht unbedingt viel Zustimmung und Glaubwürdigkeit verdient.
Was hat den Guttenberg mit Afghanistan erreicht? Warum sind immer noch Truppen dort? Welche Interessen hat Deutschland dort immer noch nach 10 Jahren?

Account gelöscht!

25.02.2011, 14:42 Uhr

@ RobCritic

Warum? Weil der Deutsche Bürger genug hat von den stümperhaften Handwerksgesellen in der Politik! Reprästieren und Regieren kann man nicht erlernen, das bekommt man - besser gesagt der Aristrokat - in die Wiege gelegt! Ein zu Guttenberg tut gut!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×