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02.02.2012

09:24 Uhr

Trotz Euro-Krise

Sommer sieht Raum für höhere Löhne

Die Gewerkschaften verlangen, angesichts der ökonomischen Entwicklung in Deutschland, „vernünftige“ Erhöhungen der Löhne. Eine Krise dürfe nicht herbeigeredet werden.

Michael Sommer. dapd

Michael Sommer.

BerlinDer Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sieht trotz der Risiken durch die Euro-Krise gute Chancen für „vernünftige“ Lohnsteigerungen in den anstehenden Tarifrunden deutscher Schlüsselbranchen. „Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist so robust, dass die Gewerkschaften durchaus vernünftige Reallohnzuwächse für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer realisieren können“, sagte Sommer der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe).

Sommer sagte, es gebe keinen Grund, „eine Krise herbeizureden“. „Wir haben leichte Konjunkturdellen, aber keinerlei Einbrüche, und die Perspektiven für das zweite Halbjahr sind gut“, erklärte der DGB-Vorsitzende. Sommer äußerte sich nicht zur Tarifpolitik. „Das ist Sache der Tarifvertragsparteien“, sagte er.

In diesem Jahr gibt es Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie, im Öffentlichen Dienst und in der Chemieindustrie. Für die Metaller hatten einzelne Bezirke der IG Metall bereits ein Lohnplus von bis zu 6,5 Prozent als Ziel ausgegeben. Die Arbeitgeber wiesen diese Forderung als „leichtfertig“ zurück.

Von

dapd

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

02.02.2012, 09:50 Uhr

Wenn Gewerkschaften von vernünftigen Lohnabschlüssen sprechen, meinen Sie heute Steigerungsraten unterhalb der Inflationsrate. Zusammen mit der kalten Progression über die Steuer verfügen die Arbeitnehmer Jahr für Jahr über weniger Kaufkraft. Die Gewerkschaften jubeln trotzdem. Eigentlich absurd.

ExDeutscherSteuerzahler

02.02.2012, 11:32 Uhr

Stimmt. Aber wird die Kalte Progression bei Euch in Deutschland nicht schon längst wie z. B. in der Schweiz jedes Jahr inflationsbereinigt. War doch vor kurzem ein Thema in den deutschen Medien. Typisch. Mal wieder Luft aus den Kessel gelassen - das war es dann auch.

Der masslose ineffiziente Staat braucht Liquide Mittel zur Erfüllung seiner Fürsorgepflicht den Beamten gegenüber. Gibt doch noch den unkündbaren Beamtenstatus in Deutschland, oder? Wenn ein deutscher Steuerzahler die Schweiz als Steuerparadies bezeichnet sollte er nicht vergessen das D ein Beamtenparadies ist. Die Konsequenz daraus sind nun mal hohe Steuern und die Ignoranz der Kalten Progression.

Account gelöscht!

02.02.2012, 11:59 Uhr

Sommer, der schwächste DGB-Vorsitzende, den wir je hatten.
Der weiß doch gar nicht, was wirklich gute Lohnabshlüsse sind. Er läßt sich doch ständig über den Tisch ziehen und glaubt tatsächluich, dass 3,5% ein guter Lohnabschluß sind.
Sommer ist längst Teil der Politik geworden und genau das ist das Problem.
Deutschlands Gewerkschaften kann man getrost vergessen

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