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08.03.2012

20:42 Uhr

Trotz Förderkürzung

DIHK erwartet Rekord bei Solaranlagen

Auch die geplanten Kürzungen im Förderprogramm für Solarstrom werden nach Einschätzung des DIHK nicht verhindern, dass 2012 eine Rekordmenge an Photovoltaikanlagen neu gebaut wird.

Die Photovoltaikanlage des Solarparks Fliegerhorst Oldenburg. dpa

Die Photovoltaikanlage des Solarparks Fliegerhorst Oldenburg.

Frankfurt/BerlinDie geplanten Kürzungen in der Solarstrom-Förderung werden den Ausbauboom nach Auffassung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) kaum bremsen. Er erwarte dieses Jahr einen Rekordzubau an Photovoltaikanlagen, sagte DHIK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). „Nach unseren Schätzungen wird sich die Summe auf 8000 Megawatt (MW) belaufen“, sagte Wansleben. Das entspreche der Leistung von fünf Kernkraftwerken. Im vergangenen Jahr war mit 7500 MW ein neuer Rekordwert erreicht worden.

„Unternehmen wie Verbraucher werden dadurch über die Förderlaufzeit von 20 Jahren zusätzlich mit 20 Milliarden Euro belastet“, sagte Wansleben der Zeitung. Die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, nannte die geplanten Kürzungen „nötig und richtig, um die Belastungen für die Verbraucher im Auge zu behalten“. Es müsse sich aber noch zeigen, ob es langfristig tatsächlich zu Einschränkungen bei der Förderung komme. Der Bundestag will die geplanten Kürzungen im Rahmen der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes an diesem Freitag in erster Lesung beraten.

Von

dpa

Kommentare (5)

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keine_Grieche_oder_Spanier

09.03.2012, 05:56 Uhr

Bei den Kürzungen im Förderprogramm für Solarstrom geht es darum dass immer mehr aus Asien insgesamt und China ganz besonders importiert wird. Inzwischen sind sie genauso gut wie deutsche Produkte, dafür aber wesentlich preiswerter.
Diese Länder profitieren indirkt vom deutschen Förderprogramm für Solarstrom.
Eine Lohnkürzung in der deutschen Solarindustrie, um die Wettbewerbsfähigkeit zurück zu gewinnen, wäre hier angebracht und die bessere Lösung.
Und das tut weh! Wir sind doch keine Grieche oder Spanier!

J.Duerre

09.03.2012, 08:46 Uhr

Super Scheinargument -
was ist denn mit dem Mineralöl, der Kohle und dem Erdgas was Deutschland importiert? Wem kommt dieses Geld zugute?
Jede Kilowattstunde Strom die aus hiesiger Sonne produziert wird, muss nicht mehr importiert werden. Im Gegensatz zu vorgenannten fossilen Brennstoffen die einfach in Luft bzw. besser: CO2 aufgehen ist ein Photovoltaikmodul eine Investition in Infrastruktur.

MaWo

09.03.2012, 09:36 Uhr

Hallo,
zur Thematik Fotovoltaik möchte ich auf den Solar-Förderverein e.V. (www.sfv.de) verweisen.
Insbesondere der Solarrechner der Stromerträge mit realen Daten aus Anlagen ist interessant und die Thematik wird objektiv dargestellt.

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