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03.08.2012

16:30 Uhr

Trotz harscher Kritik

FDP-Chef Rösler will durchhalten

Rösler ist nach Umfragen so unbeliebt wie nie zuvor. Sein Parteifreund Kubicki stellt ihn öffentlich infrage und verweist auf Lindner. Trotzdem will Rösler durchhalten - mit der Rückendeckung der Jungen Liberalen.

Der FDP-Parteivorsitzende Philipp Rösler denkt trotz seiner miserablen Persönlichkeitswerte nicht an Rückzug. dpa

Der FDP-Parteivorsitzende Philipp Rösler denkt trotz seiner miserablen Persönlichkeitswerte nicht an Rückzug.

BerlinFDP-Chef Philipp Rösler denkt trotz seiner miserablen Persönlichkeitswerte nach eigenen Angaben nicht an Rückzug. Es sei ganz natürlich, dass man als Parteivorsitzender, aber auch als Wirtschaftsminister Kritik ausgesetzt sei, sagte Rösler am Freitag dem Sender n-tv. „Das gehört dazu, das muss man aushalten können.“ Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker, machte die gesamte FDP-Spitzenmannschaft für das mangelhafte Profil der Partei verantwortlich.
„Es ist der Partei- und der Fraktionsführung zu wenig gelungen, liberale Positionen sichtbar zu machen und umzusetzen“, sagte das FDP-Vorstandsmitglied der Deutschen Presse-Agentur. Diese gelte für die Bewältigung der Eurokrise, aber vor allem auch für das Ziel, bis 2014 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Eine Debatte über Rösler lehnte der JuLi-Chef ab. „Jeder in dieser Partei ist es leid, dass man jetzt wieder diese Scheindiskussionen um Personen führen muss.“ Parteivorsitzende würden bei der FDP immer noch von Parteitagen gewählt. „Philipp Rösler hatte beim letzten Mal eine sehr deutliche Mehrheit - übrigens deutlicher als Wolfgang Kubicki. Und der nächste Wahlparteitag ist im Mai.“
Der Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hatte in einem „Stern“-Interview den nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Christian Lindner als Parteichef ins Gespräch gebracht und eine Öffnung für sozialliberale Koalitionen oder Ampelbündnisse gefordert.

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Auch nach dem großen Gipfel im Kanzleramt kehrt in die Koalition keine Ruhe ein. Ganz im Gegenteil. Die FDP sieht sich als Gewinner der Gespräche mit CDU und CSU. Wichtige Unionsthemen seien nun vom Tisch.

Lindner ging auf Distanz zu diesem Vorstoß. „Sicherlich muss die Lage der FDP weiter analysiert werden“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag). „Koalitionsdebatten, die von den wichtigen Sachproblemen ablenken, empfehle ich uns gegenwärtig aber nicht.“ Auch Rösler lehnt Gedankenspiele über Ampelbündnisse strikt ab.

Becker zeigte sich offen für eine solche Diskussion, warnte aber vor voreiligen Festlegungen. „Die CDU/CSU entwickelt in vielen Fragen immer mehr sozialdemokratische oder sozialistische Positionen. Das sollte man als FDP kritisch sehen“, sagte er der dpa. Die Debatte über Schnittmengen mit anderen Parteien könne man aber nicht im luftleeren Raum führen. „Das geht erst dann, wenn Wahlprogramme vorliegen und wenn man sehen kann, wer die handelnden Personen sind.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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so_gesehen_nachvollziehbar

03.08.2012, 17:23 Uhr

Ein Rücktritt Röslers würde auch sein Ende als Wirtschaftsminister bedeuten und da Rösler kein Bundestagsmandat hat, wären das derbe finanzielle Einbußen.

Da Rösler seit Anbeginn auf Kosten aller Steuerzahler lebt und noch nie selbstständig für Geld arbeiten musste, ist ganz klar, dass er seinen Stuhl nicht freiwillig räumt.

Mit seinem Charisma hat er nicht einmal die Chance auf einen gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft!

Er wird uns ewig auf unseren Steuerzahlertaschen liegen!

Peer

03.08.2012, 22:20 Uhr

Wie konnte er auch nur sagen, dass Griechenland aus dem Euro austreten soll?

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