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25.02.2014

10:24 Uhr

Trotz Konjunkturdelle

Deutschland schafft Mini-Haushaltsplus

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen haben 2013 mehr eingenommen als ausgegeben. Das größte Plus wiesen dabei die Sozialversicherungen aus. An anderer Stelle fielen jedoch nach wie vor Defizite an.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann sich freuen: Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen haben 2013 mehr eingenommen als ausgegeben. Reuters

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann sich freuen: Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen haben 2013 mehr eingenommen als ausgegeben.

BerlinTrotz schwacher Konjunktur hat Deutschland 2013 das zweite Jahr in Folge einen Überschuss im Staatshaushalt geschafft - wenn auch nur einen sehr kleinen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen nahmen zusammen 300 Millionen Euro mehr ein als sie ausgaben. Das entspricht einer Quote von 0,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Eine erste Schätzung im Januar hatte noch ein Defizit von 0,1 Prozent ergeben. 2012 lag der Überschuss bei 0,1 Prozent, 2011 stand noch ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche.

Die Sozialversicherungen wiesen mit 6,6 Milliarden Euro das größte Plus auf - obwohl der Beitragssatz zur Rentenversicherung um 0,7 Punkte auf 18,9 Prozent gesenkt, Bundeszuschüsse gekürzt und die Praxisgebühr abgeschafft wurden. Dafür sorgten Rekordbeschäftigung und steigende Löhne, die die Beitragseinnahmen nach oben trieben. Den Kommunen gelang ein Überschuss von 3,5 Milliarden Euro. Bund (-6,8 Milliarden Euro) und Länder (-3,0 Milliarden) wiesen dagegen Finanzierungsdefizite auf. „Diese waren jedoch nur noch halb so hoch wie im Jahr zuvor“, erklärten die Statistiker. Bund und Länder sind bereits mit einem deutlichen Zuwachs ihrer Steuereinnahmen ins Jahr gestartet: Sie summierten sich im Januar auf 41,5 Milliarden Euro, ein Plus von 3,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

In diesem Jahr rechnen Experten wegen des erwarteten Aufschwungs mit einem höheren Überschuss. Die deutsche Wirtschaft wird der Bundesregierung zufolge 2014 um 1,8 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr waren es nur 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt erklärte. Im Schlussquartal 2013 stiegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent. Das Bundesamt bestätigte damit eine frühere Schätzung. Wichtigster Wachstumstreiber war der starke Außenhandel, zudem zogen die Investitionen sowohl in Ausrüstungen als auch in Bauten an.
Dagegen bremste ein kräftiger Vorratsabbau das Wirtschaftswachstum. Und die staatlichen Konsumausgaben verharrten auf dem Niveau des Vorquartals, während die privaten Konsumausgaben geringfügig sanken.

Von

dpa

Kommentare (22)

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esboern

25.02.2014, 08:59 Uhr

Wird Zeit, daß er mal, wie in Griechenland, mit der Armbinde seines Vaters auftritt.

mon_yburns@central.banktunnel.eu

25.02.2014, 09:09 Uhr

So funktioinert das:

Untenehmen müssen durch Kündigungsschutz Arbeitnehemr ebschäftigen die sie sich nach Auftragslage gar nicht leisten könnten. Daher nehemn dei Gesellschafter Hypotheken aufs Eigenheimauf um die Lähne zubezahlen. Und mit den Löhnen die Lohnsteuern. SO ERHÄLT DER STATT STEUERN AUS KREDITEN MIT HYPOEHEKEN aus diesen resultierenden Pfändungsrechte AUS EIGENTUM!

Account gelöscht!

25.02.2014, 09:12 Uhr

"Deutscher Staat macht Haushaltsüberschuss" .. und unterm Strich trotzdem immer weiter Schulden. Wo kommen die ganzen Rettungsmilliarden her, wo sind die "zurückgelegt"? Schäuble ist Münchhausen, wie immer.

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