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03.04.2014

13:48 Uhr

Trotz kritischen Gutachtens

Schäuble schont Handwerker-Rabatte

Sie wurden 2008 eingeführt, um das heimische Handwerk krisenfest zu machen. Nun kritisieren Experten die Steuervergünstigungen bei Handwerksleistungen als unnötige Staatsverluste. Doch Wolfgang Schäuble bleibt unbeirrt.

Ihre Arbeit sollte trotz Krise attraktiv bleiben, Schwarzarbeit eingedämmt werden: Handwerksleistungen sind in Deutschland steuerlich teilweise absetzbar. dpa

Ihre Arbeit sollte trotz Krise attraktiv bleiben, Schwarzarbeit eingedämmt werden: Handwerksleistungen sind in Deutschland steuerlich teilweise absetzbar.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will an der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen trotz eines kritischen Gutachtens zu deren Wirkung momentan nichts ändern. „Das Bundesfinanzministerium sieht derzeit in Bezug auf die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen ... keinen Handlungsbedarf“, teilte sein Ministerium am Donnerstag mit. Damit reagierte Schäuble auf einen Vorstoß des Vize-Chefs der SPD-Bundestagsfraktion Carsten Schneider. Der hatte in der „Süddeutschen Zeitung“ beklagt, die Vergünstigung verfehle die erhoffte Wirkung. „Es besteht ganz offensichtlich Handlungsbedarf“, hatte der SPD-Politiker Schäuble gemahnt.

Hintergrund ist ein Gutachten für den Bundestag, das die Wirksamkeit der steuerlichen Förderung von Handwerkerleistungen untersucht. In dem Reuters vorliegenden Papier heißt es, „die steuerliche Förderung von Handwerkerleistungen (ist) nur mit Einschränkungen eine bedingt wirksame Methode zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und zur Stärkung von Handwerk und Mittelstand“. Es gebe zwar punktuell messbare Wirkungen, diese seien aber gering bis sehr gering. Die Ergebnisse der Analysen „sprechen am ehesten dafür, die steuerliche Förderung für Handwerkerleistungen ... zu streichen“, lautet die Empfehlung der Gutachter.

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Die Steuerermäßigung war 2008 im Rahmen des damaligen Konjunkturpakets von der Regierung beschlossen worden, um den Folgen der weltweiten Finanzkrise zu begegnen. Sie sollte einen Anreiz für legale Beschäftigungsverhältnisse im Arbeitsmarkt geben und die Schwarzarbeit bekämpfen. Sie sieht vor, dass jeder Bürger in der Steuererklärung 20 Prozent der Arbeitskosten für Renovierungen, die Gartengestaltung sowie den Austausch oder die Wartung etwa der Heizung steuermindernd geltend machen kann. 2009 hatte die damalige große Koalition die Obergrenze für den Steuervorteil auf 1200 Euro erhöht. Die Subvention kostet den Staat gut 1,5 Milliarden Euro im Jahr.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.04.2014, 15:24 Uhr

Die Experten sind dagegen das Steuervergünstigungen da sind. Wäre das was zu holen würde er das schon machen. Aber sollten die "EXPERTEN" sich nicht mal um wichtige Dinge kümmern ? Z.B. Wowereit und Platzeck mit BER kostet 5 Milliarden , Mappus mit Stuttgart 21 und EnBW kostet 5 Milliarden , Ostseepipeline kostete über 7 Milliarden UND Gazprom DURFTE auch noch die Preise erhöhen.Alles dank Schröder ! Herr Beck hat 600 Millionen in SEIN Denkmal gesteckt. Jährlich haben wir von solchen Fällen in Deutschland zigtausend. Das wäre doch mal was für die " EXPERTEN " !!! Aber das ist wohl zu schwer für EXPERTEN.

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