Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.03.2017

13:52 Uhr

Trotz Martin Schulz

Union wieder knapp vor der SPD

Verpufft der Schulz-Effekt? Einer neuen Umfrage zufolge, bleibt die SPD zwar in der Wählergunst stabil. Doch die Union liegt wieder knapp vorne. Eine andere Partei rutscht wieder nahe an die Fünf-Prozent-Marke.

In neuen Umfrageergebnissen bleibt die SPD in der Wählergunst stabil bei 32 Prozent, die CDU liegt mit 33 Prozent wieder vorne. dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

In neuen Umfrageergebnissen bleibt die SPD in der Wählergunst stabil bei 32 Prozent, die CDU liegt mit 33 Prozent wieder vorne.

BerlinUnion und SPD liefern sich in den Meinungsumfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Sonntagstrend der „Bild am Sonntag“ hat die Union die SPD wieder knapp überholt. CDU und CSU legten um einen Punkt zu und kommen nun auf 33 Prozent.

Die SPD, die seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten einen Höhenflug erlebt, bleibt stabil bei 32 Prozent. Als drittstärkste Kraft folgt in der Emnid-Umfrage die AfD mit zehn Prozent, eine Verbesserung um einen Punkt. Wie in der Vorwoche kommen die Linken auf acht und die Grünen auf sieben Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und landet bei sechs Prozent.

Sechs Punkte, in denen die CDU konservativer wird

1. Doppelpass

In Deutschland geborene Kinder sollen sich nach dem Willen des Parteitags wieder für einen Pass entscheiden müssen. Dafür soll die abgeschaffte Optionspflicht erneut eingeführt werden.

2. Burka-Verbot

Die CDU lehnt die Vollverschleierung islamischer Frauen ab und will Burkas verbieten – aber nicht pauschal, sondern unter „Ausschöpfung des rechtlich Möglichen“.

3. Asyl

Asylbewerber, die bei der Identitätsfeststellung nicht mitwirken, sollen Leistungen gekürzt bekommen. Wer mit abgelehntem Antrag abgeschoben wurde, soll nicht wieder einreisen dürfen.

4. Übergriffe auf Polizisten

Attacken auf Polizei, Rettungskräfte und Justizangestellte sollen härter bestraft werden. Wohnungseinbrechern soll eine höhere Haft drohen – mindestens ein Jahr.

5. Neue Strafen

Die CDU ist bei Straftaten für Sanktionsmöglichkeiten wie generellen Führerscheinentzug oder das Einziehen von Vermögen.

6. Deutsch ins Grundgesetz

Die Partei dringt darauf, dass künftig in der Verfassung steht: „Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ist Deutsch.“ Die Bundestagsfraktion hatte dies noch nicht umgesetzt.

Schulz erklärt sich seinen bisherigen Erfolg mit seiner Authentizität und Bürgernähe. „Die Menschen spüren, dass ich so bin, wie ich bin“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Millionen Menschen erkennen sich in meinem Lebensweg wieder. Die Faszination von der Hochglanzpolitik ist vorbei.“

Bundestagswahlkampf: Müde Merkel?

Bundestagswahlkampf

Müde Merkel?

Es läuft bei Martin Schulz. In den Umfragen hat die SPD mächtig aufgeholt und die eigene Partei steht hinter ihm. Und Kanzlerin Merkel? Die schaltet nur verhalten auf Wahlkampfmodus. Zu verhalten, glauben Kritiker.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder nannte den SPD-Kanzlerkandidaten einen „Miesmacher“, der Deutschland schlecht rede. „Wer schon die Lage falsch zeichnet, kann erst recht für Deutschland keinen Erfolg versprechenden Plan für die Zukunft entwerfen“, schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×