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28.11.2014

13:27 Uhr

Trotz Nachteil für Deutschland

Immer mehr Deutsche für Sanktionen gegen Russland

Immer mehr Deutsche sind einer Umfrage zufolge für die Sanktionen gegen Russland – trotz möglicher Schäden für die deutsche Wirtschaft. Fast vierzig Prozent lehenten die Sanktionen hingegen ab.

Russlands Präsident Wladimir Putin verliert in Deutschland an Unterstützern. Weniger Deutsche als im Vormonat sind gegen die Sanktionen gegen Russland. dpa

Russlands Präsident Wladimir Putin verliert in Deutschland an Unterstützern. Weniger Deutsche als im Vormonat sind gegen die Sanktionen gegen Russland.

BerlinImmer mehr Deutsche befürworten einer Umfrage zufolge die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise. 58 Prozent der Befragten unterstützten die Strafmaßahmen trotz wirtschaftlicher Nachteile für Deutschland, ergab eine am Freitag veröffentlichte Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer. Im Oktober seien es noch 52 Prozent gewesen. 36 Prozent der Befragten lehnten demnach die Sanktionen ab, im Monat zuvor waren es 40 Prozent.

Drei Viertel der Deutschen befürworten demnach auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Ton gegenüber der russischen Führung verschärft hat. Merkel warf Russland vor, mit seinem Eingreifen im Nachbarland Ukraine die europäische Friedensordnung infrage zu stellen. Weil Russland in der Ostukraine direkt und indirekt interveniere, müsse die EU an Wirtschaftssanktionen festhalten.

Die Strafmaßnahmen der USA gegen Russland

Visa und Konten

Die USA haben Visa-Beschränkungen und Kontosperrungen gegen eine ganze Reihe von Personen im Umfeld des russischen Regierung verhängt. Nun wurden dieser Liste sieben weitere Personen hinzugefügt, darunter den Chef des Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin. Auf der Liste finden sich auch Politiker und Militärangehörige, die im Zusammenhang mit der Krim-Krise gesehen werden.

Banken und Firmen

Gegen die St. Petersburger Bank Rossija wurden von den USA ebenfalls Maßnahmen beschlossen. Indirekt ist zudem die russische Bank SMP betroffen, deren Miteigentümer Boris und Arkadi Rotenberg auf der Sanktionsliste stehen. Dazu kommen nun 17 Firmen, die laut US-Regierung Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin haben.

Exporte

Zusätzlich gibt es Beschränkungen bei Exporten von Hochtechnologie-Produkten, wenn diese vom russischen Militär verwendet werden können. Eine nächste Stufe könnten laut US-Präsidialamt Schlüsselbranchen der russischen Wirtschaft treffen, falls Russland in der Ukraine weiter militärisch intervenieren sollte.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat allerdings vor einer Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gewarnt. Es dürfe nicht das Ziel sein, Russland wirtschaftlich niederzuringen, sagte er am Donnerstag in Berlin.

Für die repräsentative Erhebung befragten die Meinungsforscher der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 25. bis 27. November 1289 Wahlberechtigte.

Von

rtr

Kommentare (13)

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Herr Paul Mueller

28.11.2014, 13:42 Uhr

Komisch, die gestern im ZDF publizierte Umfrage sagte, das 89% der Befragten gegen Sanktionen sind.

Herr Franz Paul

28.11.2014, 14:04 Uhr

Krass gelogen. Typischer Fall von primitiv-Propaganda unserer abhängigen Journaille. Ich komme viel rum, treffe viele Menschen aus unterschiedlichsten Milieus. NIEMAND, nicht ein einziger! hat sich für Sanktionen gegen Russland ausgesprochen!

Herr Johann Brädt

28.11.2014, 14:16 Uhr

ja, haben sie auch mit über 1.000 Leuten aus einem representativen Personenkreis über genau das Thema gesprochen? Sie sind ja ein richtige Teufelskerl.

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