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17.04.2013

18:05 Uhr

Trotz Nein vom EU-Parlament

Merkel hofft auf Förderung des CO2-Handels

Angela Merkel fordert eine Stärkung des kriselnden CO2-Handels. Trotz des Neins des Europäischen Parlaments zu einer Reform, hält die Bundeskanzlerin an diesem Instrument zum Klimaschutz fest.

Angela Merkel plädiert weiter für eine Stärkung des CO2-Handels. Doch innerhalb der Regierung kommt es zu Streit. ap

Angela Merkel plädiert weiter für eine Stärkung des CO2-Handels. Doch innerhalb der Regierung kommt es zu Streit.

BerlinAuch nach dem Nein des Europäischen Parlaments zu einer Reform des kriselnden CO2-Handels setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf dieses Instrument zum Klimaschutz. „Der Zeitplan liegt in den Händen der europäischen Institutionen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Von dort müssen auch die Vorschläge zur Weiterentwicklung kommen, wie man den Emissionshandel stärken kann.“ Dieser stehe im Zentrum der europäischen Klimaziele.

Doch innerhalb der Bundesregierung schwelt der Streit zwischen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) weiter. Altmaier bewertete die Entscheidung am Mittwoch als „Rückschlag für den Klimaschutz in Europa“. Dennoch setzt er weiterhin auf das System des Emissionshandels. „Es ist nicht tot, aber in einer Krise“, sagte der Minister im Deutschlandfunk. Er verwies darauf, dass die Abgeordneten den Vorschlag nicht endgültig abgelehnt, sondern in die Ausschüsse zurück verwiesen hätten.

Wie der Emissionshandel funktioniert

Video: CO2 Zertifikate

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Das weitere Vorgehen will Altmaier bei einem Treffen der EU-Umweltminister in Irland diskutieren. Die Bundesregierung habe noch keine gemeinsame Auffassung zum Vorgehen, räumte Altmaier ein. Rösler lehnt eine Verknappung der Verschmutzungsrechte als Eingriff in den Markt ab. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands würde sonst gefährdet. Altmaier und Seibert erläuterten, erst nach der Festlegung des Europäischen Parlaments sei eine gemeinsame Linie gefordert.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zeigte sich vom Scheitern der Reform enttäuscht und sprach von einem „schwarzen Tag für den Klimaschutz in Europa“. Der Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten könne nur funktionieren, wenn diese knapp seien, schrieb der ehemalige Umweltminister auf seiner Facebook-Seite.

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Zufrieden mit der Entscheidung des EU-Parlamentes zeigten sich dagegen die Wirtschafts- und Energie-Experten der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU) und Thomas Bareiß (CDU). „Die künstliche Verknappung von Emissionsrechten hätte zu einer Mehrbelastung der europäischen und deutschen Industrie geführt.“ Der Emissionshandel funktioniere. Pfeiffer und Bareiß verwiesen darauf, dass Deutschland und die EU ihre Klimaziele erreichten. Auch Holger Krahmer (FDP) aus dem Umweltausschuss des Europäischen Parlaments befürwortete die Entscheidung. Über aktionistische Maßnahme in den Handel einzugreifen würde ein fatales Signal senden, sagte Krahmer dem Deutschlandfunk.

Von

dpa

Kommentare (5)

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observer

17.04.2013, 18:18 Uhr

Abgela als Einprinzessin ----------

schäm dich Angela, denn wir sind auf dem Weg zur Nomalisierung der globalen Tempraturen und du willst die Eiszeit uns erhalten.

Vor etwa 2,6 Millionen Jahren begann das jüngste Eiszeitalter, das Quartär, das bis heute andauert. Während des Tertiärs war die Temperatur allmählich gesunken, so dass die Antarktis bereits seit dem Oligozän vor rund 30 Millionen Jahren mit einer Eiskappe bedeckt war. Vor etwa 3,2 Millionen Jahren, so belegen es zumindest Tiefseesedimente, fiel die Temperatur noch einmal deutlich ab. Im Gelasium bildete sich mit einiger Verzögerung am Nordpol eine Eiskappe, und die bis heute andauernden Temperaturschwankungen begannen.

Im Zeitraum von 3,2 bis 1,6 Millionen Jahren konnte eine Zykluszeit von 41.000 Jahren für die Temperaturschwankungen ermittelt werden. Im Temperaturverlauf der letzten 2,6 Millionen Jahre, also innerhalb des Pleistozäns, treten die beobachteten Temperaturschwankungen in Zyklen von etwa 100.000 Jahren auf. Bei den Temperaturen ist dabei der Bezug zu beachten: Gemessen an der Klimageschichte der letzten 100 Millionen Jahre ist es derzeit kalt, da wir uns im quartären Eiszeitalter bewegen.

observer

17.04.2013, 18:54 Uhr

oje, sorry

Quelle ^^ ist WIKEPEDIA

Account gelöscht!

17.04.2013, 18:57 Uhr

„Die künstliche Verknappung von Emissionsrechten hätte zu einer Mehrbelastung der europäischen und deutschen Industrie geführt.“

Hahaha, schon lange nicht mehr so gelacht. Die Kosten werden wie immer sofort auf die Verbraucher abgewälzt.

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