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21.11.2014

07:31 Uhr

Trotz schwächerer Konjunktur

Steuereinnahmen steigen auch im Oktober deutlich

Finanzminister Wolfgang Schäuble kann sich auch im Oktober über steigende Steuereinnahmen freuen. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich erneut die gemeinschaftlichen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden.

Registerkarten zu verschiedenen Steuerarten: Die Einnahmen steigen weiter. dpa

Registerkarten zu verschiedenen Steuerarten: Die Einnahmen steigen weiter.

Trotz der zuletzt schwächeren Konjunktur hat der Fiskus im Oktober von steigenden Steuereinnahmen profitiert. Bund und Länder erzielten im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 3,1 Prozent auf 40,3 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium am Freitag in seinem Monatsbericht mitteilte.

Damit kletterten die Einnahmen in den ersten zehn Monaten um drei Prozent auf 469,2 Milliarden Euro. Die Steuerschätzer sagen für 2014 insgesamt ein Plus von 3,5 Prozent voraus. Mit Blick auf die Konjunktur heißt es, die vorläufigen Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Jahresverlauf „stehen im Einklang mit der Herbstprojektion der Bundesregierung“. Diese erwartet für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Prognose sei „damit gut nach unten abgesichert“, wird betont.

Diese Steuern sollten Sie kennen

Einkommenssteuer

Sofern Ihr Gewinn über bestimmten Freibeträgen liegt, müssen Sie ihn versteuern. Im Prinzip sind alle Kosten, die in Zusammenhang mit der Erwirtschaftung der Einnahmen stehen, absetzbar. Da die Regelungen im Detail aber recht kompliziert sind, sollten Sie über einen Steuerberater nachdenken.

Körperschaftssteuer

Die Körperschaftssteuer fällt nur für Kapitalgesellschaften an. Versteuert werden deren Gewinne minus einem Freibetrag. Eine einkommensabhängige Progression gibt es hier nicht. Zum 1. Januar 2008 fiel der Satz von 25 auf 15 Prozent.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer. Jeder, der in Deutschland ein Gewerbe angemeldet hat, muss sie zahlen. Für einige Berufsgruppen gibt es Ausnahmen. Bei Personengesellschaften gilt aber die Grenze von 24.500 Euro – darunter müssen sie keine Gewerbesteuer zahlen. Sie wird einmal jährlich abgegeben. Wenn das Finanzamt Sie auffordert, müssen Sie darüber hinaus ein- bis viermal im Jahr Vorauszahlungen leisten.

Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer

Alle Unternehmen schlagen die Umsatzsteuer auf ihre Rechnungen auf und geben sie dann an das Finanzamt weiter. Bekanntermaßen beträgt der Satz je nach Produkt 19 bzw. sieben Prozent. Die Buchführung für die Umsatzsteuer machen Sie am besten mit Nettobeträgen, für den Mehrwertsteuersatz führen Sie dann eine Extra-Rechnung durch.

Kirchensteuer

Kirchensteuer wird nur von natürlichen Personen gezahlt, nicht von Gesellschaften. Das maßgebliche Einkommen ist bei Personengesellschaften der gesamte Gewinn.

Der Zuwachs beim Bund lag im vergangenen Monat bei 3,3 Prozent, die Steuereinnahmen der Länder kletterten um 3,2 Prozent. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich erneut die gemeinschaftlichen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden – etwa die Lohn-, Einkommens- oder Mehrwertsteuer. Wegen der vergleichsweise guten Lage am Arbeitsmarkt stiegen die Lohnsteuern um 6,5 Prozent.

Das Ministerium geht davon aus, dass die Wirtschaft 2014 wie von der Regierung erwartet um 1,2 Prozent wächst. Im Sommerquartal war das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent zum Frühjahr gestiegen. Für das Jahresende sei mit einem leichten Exportplus zu rechnen, schrieben die Ministeriums-Fachleute.

Von

rtr

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