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25.11.2014

13:14 Uhr

Trotz sinkender Kerosinzuschläge

Fliegen wird vermutlich nicht billiger

Nach Verbraucherschützern fordert nun auch die Bundesregierung Fluggesellschaften auf, Kerosinzuschläge zu senken. Die Gebühr war in Zeiten steigender Rohstoffkosten eingeführt worden. Doch nun sinken die Ölpreise.

Die Regierung fordert zwar eine Senkung der Kerosinzuschläge, will sich aber in die Preispolitik der Airlines nicht einmischen. dpa

Die Regierung fordert zwar eine Senkung der Kerosinzuschläge, will sich aber in die Preispolitik der Airlines nicht einmischen.

BerlinAngesichts stark gefallener Ölpreise wächst der Druck auf die Fluggesellschaften, ihre Kerosinzuschläge zu senken. Nach Verbraucherschützern kommen auch aus der Bundesregierung entsprechende Appelle. „Lange Zeit haben Fluggesellschaften Preiserhöhungen mit hohen Kosten für Kerosin begründet. Wenn nun die Kerosinpreise sinken, wäre es nur folgerichtig, wenn das an die Kunden weitergegeben wird“, sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, Gerd Billen, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Aktiv werden will das Ministerium aber nicht. Billen setzt stattdessen darauf, dass der Wettbewerb „hoffentlich bald“ dafür sorgen wird, dass die Verbraucher „von den sinkenden Energiekosten profitieren“. Billen war vor seiner Berufung zum Staatssekretär Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Die Deutsche Lufthansa sieht derzeit keinen Grund für eine Änderung ihrer Preispolitik. „Wir bewegen uns mit diesem Zuschlag in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und sehen ihn als marktgerecht“, sagte ein Sprecher. Von Januar bis September seien die Durchschnittserlöse der Lufthansa-Gruppe um 3,6 Prozent gesunken, die Treibstoffkosten hingegen nur um 0,5 Prozent.

„Die Gründe für die schwache Kostensenkung bei uns hängen vor allem zusammen mit dem schwächeren Euro“, sagte der Lufthansa-Sprecher. „Außerdem wirken sich sinkende Ölkosten durch die Preissicherungsgeschäfte nur verzögert auf unsere Kosten aus.“

Auch das Bundeswirtschaftsministerium will sich ebenfalls nicht in die Preispolitik der Airlines einmischen. Bei den Kerosinzuschlägen handele es sich „um eine unternehmerische Entscheidung, die selbstständig von den Unternehmen und mit deren jeweiliger Preiskalkulation getroffen wird“, hieß es.

Fluggesellschaften wie die Lufthansa und Air Berlin haben die Kerosinzuschläge in Zeiten steigender Rohstoffkosten eingeführt. Sie können einen großen Teil des Ticketpreises ausmachen. Seit dem Sommer ist der Ölpreis um rund 30 Prozent eingebrochen, auch Flugbenzin ist in der Folge merklich billiger geworden. Allerdings besorgen sich die Airlines den Treibstoff oft lange im Voraus, so dass Preisveränderungen nicht gleich durchschlagen.

Von

rtr

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