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11.11.2016

15:05 Uhr

Trump

AfD beglückwünscht den neuen US-Präsidenten

Nicht nur Putin und Merkel, sondern nun auch Frauke Petry gratuliert Donald Trump zum Wahlsieg. Selbstbewusst freut sich die AfD-Chefin auf eine Erneuerung der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit.

Die Parteivorsitzende der AfD gratuliert dem neuen US-Präsidenten per Telegramm. dpa

Frauke Petry

Die Parteivorsitzende der AfD gratuliert dem neuen US-Präsidenten per Telegramm.

BerlinAfD-Chefin Frauke Petry hat dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump per Glückwunsch-Telegramm zum Wahlsieg gratuliert. In dem am Freitag veröffentlichten Schreiben wird die Wahl des Republikaners als historische Chance bezeichnet, „fehlerhafte wirtschaftliche und sozialen Entwicklungen“ auf der Welt anzugehen. „Wir streben ein erneuertes deutsch-amerikanisches Verhältnis auf Augenhöhe an und sind uns unserer nationalen Verantwortung in dieser Hinsicht bewusst“, schreibt Petry in dem auf Englisch abgefassten Telegramm.

In der AfD wird intern darüber gestritten, ob die Partei mit ihr als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf zieht oder ein Spitzenteam gebildet werden soll. In bundesweiten Umfragen liegt die AfD seit Monaten über zehn Prozent.

Die Sprüche der AfD

Immer wieder im Mittelpunkt

Ob Flüchtlingspolitik oder Fußball - mit markigen Sprüchen sorgen führende AfD-Politiker immer wieder für Kopfschütteln und Empörung, wie jetzt die stellvertretende Bundesvorsitzende Beatrix von Storch. Einige Zitate.

Quelle:dpa

Undeutsches Nationalteam

„Eine deutsche oder eine englische Fußballnationalmannschaft sind schon lange nicht mehr deutsch oder englisch im klassischen Sinne.“ (Der AfD-Bundesvize Alexander Gauland am 3. Juni im „Spiegel“)

Unerwünschter Nachbar

„Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ (Gauland in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 29. Mai über Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng)

Bitte abschotten

„Wir müssen die Grenzen dichtmachen und dann die grausamen Bilder aushalten. Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen.“ (Gauland am 24. Februar im Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“ über Flüchtlinge)

Schießbefehl dringend erwünscht

„Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt.“ (Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry in einem Interview des „Mannheimer Morgen“ vom 30. Januar 2016. Angesichts des Flüchtlingszustroms forderte sie im Notfall auch den Einsatz von Schusswaffen.)

Der Flüchtling als Angreifer

„Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer. Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen. (...) Es gibt keinen Grund, mit Gewalt unsere Grenze zu überqueren.“ (Die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch Ende Januar auf ihrer Facebook-Seite über Flüchtlinge)

Nachhilfe in Rassenkunde

„Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“ (Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke am 21. November 2015 in einem Vortrag über Asylbewerber aus Afrika)

Flucht als Naturkatastrophe

„Das ist ungefähr so, als würden Sie mit Plastikeimern einen Tsunami stoppen wollen.“ (Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen am 24. Oktober 2015 bei einem Landesparteitag in Baden-Württemberg über die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Trump zu seinem Wahlerfolg gratuliert und betont, dass Deutschland und die USA durch gemeinsame Werte verbunden seien. Trump, der sein Land stärker gegen ausländische Konkurrenz abschirmen möchte, hat sich im Wahlkampf gegen ein Freihandelsabkommen mit den Europäern ausgesprochen. Zudem machte er sich für eine deutliche Kürzung der Zahlungen an die Nato stark.

Von

rtr

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