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02.09.2013

23:02 Uhr

TV-Dreikampf

„Sie lügen!“

Die Spitzenkandidaten der kleineren Parteien kämpfen im TV um Wähler. Bei Mindestlöhnen und Mini-Jobs liegen der Grüne Trittin und der Linke Gysi meist beieinander – Brüderle hält für die Liberalen dagegen.

Scherzten nach der Sendung: Gregor Gysi (l.,  Linke) und Jürgen Trittin (Grüne) waren auch im TV-Dreikampf des Öfteren auf einer Wellenlänge. dpa

Scherzten nach der Sendung: Gregor Gysi (l., Linke) und Jürgen Trittin (Grüne) waren auch im TV-Dreikampf des Öfteren auf einer Wellenlänge.

BerlinMit scharfen Wortgefechten über Mindestlohn, Rente und Steuern haben die Spitzenkandidaten von Grünen, Linken und FDP um unentschlossene Wähler gekämpft. Die Fraktionschefs von Grünen und Linken, Jürgen Trittin und Gregor Gysi, empfahlen sich am Montag in der ARD-Sendung „Der TV-Dreikampf“ mit eindringlichen Forderungen für einen flächendeckenden Mindestlohn und mehr steuerliche Gerechtigkeit als Alternative. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hielt entgegen: „Das Beste ist es, dass wir die Wirtschaft in Gang halten.“

Auch wenn es unsicher ist, ob es für Schwarz-Gelb nach dem 22. September reicht und es nach einer Mehrheit für Rot-Grün derzeit nicht aussieht, blieben die drei Politiker in der Koalitionsfrage hart. „Den grünen Wandel gibt's nur mit starken Grünen und nur in einer rot-grünen Koalition“, wandte sich Trittin gegen Schwarz-Grün.

Gysi machte deutlich, dass es wegen von den Linken abgelehnten Militäreinsätzen im Ausland und weiteren Punkten derzeit eher keine Koalition mit SPD und Grünen geben könne. „Gespräche scheitern doch nicht an uns, wenn, dann an SPD und Grünen“, betonte er aber.

Brüderle nannte SPD und Grüne maximale Steuererhöher und hielt den Grünen eine Verbotspolitik vor. Er kritisierte etwa erneut, dass die Grünen sich für einen vegetarischen Tag in öffentlichen Kantinen pro Woche einsetzen. Brüderle grenzte sich damit klar von einer Ampelkoalition ab.

Trittin gab anfangs die Tonlage vor: „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist gut, die Lage für viele Menschen ist nicht gut.“ Gysi forderte ein Umsteuern. Ein Mindestlohn solle den Niedriglohnsektor und Minijobs eindämmen. Brüderle konterte: „Man kann natürlich alles schlecht reden.“ Ein einheitlicher Mindestlohn entspreche nicht den Unterschieden in Deutschland und sei ökonomisch falsch.

Trittin wies darauf hin, dass es auch in anderen europäischen Staaten wie Großbritannien und den Niederlanden längst gesetzliche Mindestlöhne gebe. Dagegen gebe es in Deutschland nach wie vor Friseure, „die für 4,50 Euro die Haare schneiden“. Zugleich werde vom Staat Geld ausgegeben, um den Menschen den Lohn aufzustocken. Durch Mindestlöhne ließen sich daher vier Milliarden Euro an Lohnsubventionen für Aufstocker einsparen.

Gysi bezifferte den Anteil der Menschen mit Niedriglöhnen sogar auf 25 Prozent, da zu den acht Millionen regulär Erwerbstätigen noch weitere sieben Millionen mit Mini-Jobs hinzukämen. „Die Würde des Menschen verlangt, dass sie in Vollzeitarbeit einen Lohn bekommen, von dem sie leben können“, sagte der Linken-Fraktionschef. Wirtschaftsprobleme dürften nicht über den Ausbau der prekären Beschäftigung gelöst werden.

Kommentare (24)

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manthra

02.09.2013, 21:16 Uhr

■ Das ist grüne Politik!

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“Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.”

“Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.”
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“Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”
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Das ist grüne Politik! Teil 2!

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„Wir haben eine multikulturelle Gesellschaft in Deutschland, ob es einem gefällt oder nicht […] Die Grünen werden sich in der Einwanderungspolitik nicht in die Defensive drängen lassen nach dem Motto: Der Traum von Multi-Kulti ist vorbei.“
Claudia Roth

"Türkei ist zweite Heimat für mich, ich mac

manthra

02.09.2013, 21:18 Uhr

Das ist grüne Politik! Teil 3!

“Deutschland ist ein in allen Gesellschaftsschichten und Generationen rassistisch infiziertes Land.”
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"Was unsere Urväter vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen!"
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„In zwanzig Jahren haben wir eine Grüne Bundeskanzlerin und ich berate die türkische Regierung bei der Frage, wie sie ihre Probleme mit der deutschen Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt.“
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„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“
Joschka Fischer

"Kommen Sie einmal nach Deutschland, z.B. nach Berlin: Berlin ist die größte türkische Stadt außerhalb der Türkei. Und wir leben friedlich zusammen."
Joschka Fischer

Account gelöscht!

02.09.2013, 21:44 Uhr


Mich interessieren ausschliesslich Aussagen zur Europolitik. Solange die griechische Oberklasse geraubtes Steuer-/EU Geld frech in Deutschland ohne Strafmass investiert, interessieren mich diese drei Gnome nicht. Manthra, ihre Aussagen schmerzen.
Reicht schon Eddie und seine "Psy-CIA-CDU--Obstlerdependance".

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