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16.12.2011

18:50 Uhr

Typ „Puma“

De Maizière bestellt 60 Schützenpanzer ab

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière bestellt 60 Schützenpanzer vom Typ „Puma“ ab - und die Rüstungsindustrie zieht mit. Die Industrie sei bereit, den Weg „gemeinsam“ zu gehen.

60 Schützenpanzer des Typs Puma werden wieder abbestellt. dpa

60 Schützenpanzer des Typs Puma werden wieder abbestellt.

Berlin/MünchenVerteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) macht ernst und streicht Rüstungsvorhaben der Bundeswehr kräftig zusammen. Statt 410 Schützenpanzer vom Typ „Puma“ werde die Truppe künftig nur noch 350 Stück beschaffen, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin mit. Doch anders als bisher zieht die Rüstungsindustrie mit. Die Gespräche seien in einer „außerordentlich konstruktiven Atmosphäre“ verlaufen, sagte ein Sprecher von Krauss-Maffei Wegmann (KMW).

Der weltweit modernste Schützenpanzer wird von KMW und dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hergestellt. Er soll in den kommenden Jahren bei der Bundeswehr den weit über 30 Jahre alten Schützenpanzer „Marder“ ablösen. Geplant ist, die Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von 3,1 Milliarden Euro zwischen 2010 und 2020 auszuliefern.

Ein von Verteidigungsministerium und Industrie am Donnerstag paraphiertes Eckpunktepapier sieht nun eine Reduzierung um 60 Fahrzeuge vor. Der Ministeriumssprecher betonte, Ziel sei es, die Bundeswehr „adäquat für mögliche Einsätze auszustatten und gleichzeitig planerischen Freiraum für zukünftige Projekte zu gewinnen“. Der KMW-Sprecher ergänzte, die Industrie sei bereit, den Weg „gemeinsam“ zu gehen. In der Vergangenheit hatte es bei Nachverhandlungen zu Rüstungsprojekten immer wieder Streit zwischen der Industrie und dem Ministerium gegeben.

Der „Puma“ ist das derzeit größte europäische Rüstungsprojekt für die Landstreitkräfte. Je nach Schutzausstattung wiegt der „Puma“ zwischen 31,5 und 43 Tonnen und ist damit luftverladefähig auch mit dem geplanten Militärtransportflugzeug A400M. Die ersten beiden Schützenpanzer waren im Dezember vergangenen Jahres geliefert worden. Nach umfangreichen Tests soll die Truppe die ersten „Puma“ ab Mitte 2013 bekommen.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.12.2011, 20:19 Uhr

Richtig So!

Vor allem weil in Afghanistan und sonst wo maximal ein Dutzend der Dinger gleichzeitig im Einsatz sind. Wir brauchen keine große, sondern eine gute Armee!

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