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15.04.2012

15:21 Uhr

UBA-Studie

Gute Gründe für den Umstieg aufs Zweirrad

Das Umweltbundesamt hat das Radfahren unter die Lupe genommen – mit eindeutigem Ergebnis: Die Fortbewegeung per Zweirad ist gesund, schont die Umwelt – und die öffentlichen Kassen.

Mit besseren Angeboten für Radfahrer könnten Kommunen den Klimaschutz massiv stärken. dpa

Mit besseren Angeboten für Radfahrer könnten Kommunen den Klimaschutz massiv stärken.

BerlinIn Deutschland werden laut Umweltbundesamt (UBA) pro Jahr und Einwohner380 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. In Bremen und Brandenburg liege der Radverkehrsanteil bezogen auf die Zahl der Wege bei 17 Prozent, fahrradfreundliche Städte wie Münster erreichten Anteile von 30 bis 35 Prozent.

Kommunen könnten mit besseren Angeboten den Klimaschutz massiv stärken. Wenn ein Drittel der Strecken bis sechs Kilometer in Innenstädten mit dem Rad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich nach Schätzungen pro Jahr 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Wäre Deutschland dabei auf dem Niveau der Niederlande, so könnten die Kommunen jährlich circa 1,1 Milliarden Euro an Infrastrukturkosten sparen, betont das UBA - im Nachbarland werden mehr als 1100 Kilometer pro Jahr und Einwohner gefahren. Der jährliche finanzielle Aufwand der Kommunen je Fahrrad-Kilometer betrage etwa nur ein Zehntel des Aufwandes je Auto-Kilometer.

Bei weniger Autoverkehr brauche man auch weniger Stellplätze, von denen jeder mit circa 5500 Euro zu Buche schlage. Ein Fahrrad-Stellplatz koste hingegen nur circa 100 Euro.

Zudem könnten womöglich die Gesundheitsausgaben deutlich gesenkt werden, denn jährlich müssten mehr als elf Milliarden Euro für die gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel aufgebracht werden. „Da Radfahrer bis zu 50 Prozent weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten haben, eröffnet sich für die Arbeitgeber ein großes Kostenminderungspotenzial“, betonte das UBA in seiner Studie.

Kommentare (2)

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15.04.2012, 15:38 Uhr

Super Studie! Stimme voll und ganz zu, allerdings darf man dann trotzdem nicht deutschen-typisch übertreiben und nur noch Fahrradwege anbieten :-)

FX_

15.04.2012, 16:16 Uhr

Ja also Fahrradfahrer unterstützen anstatt kriminalisieren! Für den Nahbereich radeln und für Transport- und Reiseaufgaben ein angemessen großes Auto ist auch eigentlich die einzig sinnvolle Lösung z.B. für Familien. Außerdem ist Radeln in der Stadt meist schneller als Bus- und Bahnfahren.
Da ist noch viel zu tun, als Gewohnheitsradler im Ruhrgebiet muss ich regelmäßig Krieg erleben weil Fahrradfahrer hier nach wie vor kaum akzeptiert sind, geschweige denn die Infrastruktur angemessen ausgebaut.

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