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12.01.2005

12:20 Uhr

Über 334 000 OBUs in LKW eingebaut

Stolpe mit Maut-Start zufrieden

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat knapp zwei Wochen nach dem Start der LKW-Maut eine rundum positive Zwischenbilanz gezogen. „Der Start verlief weitgehend reibungslos, besondere Vorkommnisse, auch von den Grenzübergangsstellen, wurden nicht gemeldet“, berichtete der Minister am Mittwoch einem vorbereiteten Manuskript zufolge im Bundeskabinett.

HB BERLIN. Die Kontrolleure des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) stellten sicher, dass die Mautpflicht bei in- und ausländischen LKW-Fahrern eingehalten wird. Stichproben gebe es bei 10 % aller mautpflichtigen Fahrten. Die Beanstandungsquote, die neben Mautprellern auch Fahrer mit technischen Einbuchungsproblemen erfasst, habe zunächst bei acht Prozent gelegen. „Inzwischen hat sie weiter deutlich abgenommen.“ Bei Einführung der kilometerunabhängigen Vignette im Januar 1995 hätten noch 16 % der kontrollierten Fahrten beanstandet werden müssen.

Alle drei Zugangssysteme zur Erfüllung der Mautpflicht haben dem Bericht zufolge ihre Funktions- und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt: Das sind die automatischen LKW-Bord-Geräte (OBUs), das Internet und mehr als 3 700 Terminals, die an Raststätten, Tankstellen und Grenzübergängen aufgestellt sind. Gerade in der Anfangsphase waren jedoch zum Teil große Probleme - vor allem für ausländische Fahrer wie Russen - mit den Kassenautomaten aufgetreten. Spediteure klagen darüber hinaus vereinzelt auch über Einbuchungsschwierigkeiten über die Bordgeräte und das Internet.

Laut Stolpe waren bis zum vergangenen Sonntag 334 000 OBUs in in- und ausländische LKW eingebaut. Experten gehen inzwischen von mindestens 340 000 aus. Der Maut-Betreiber Toll Collect hält laut Minister seit Juli 2004 Kapazitäten für einen monatlichen Einbau von etwa 100 000 OBUs vor. Nachdem das ursprüngliche Ziel verfehlt worden war, zum Mautstart mit 500 000 eingebauten Bordcomputern anzutreten, hatten Experten erwartet, bis Ende Januar auf 400 000 Geräte zu kommen. Aber auch dieses Ziel dürfte nur noch schwer erreichbar sein, nachdem zumeist monatlich rund 20 000 neue Geräte eingebaut wurden.

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