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31.01.2016

17:07 Uhr

Über 600 Fragebögen ausgewertet

Viele Pegida-Demonstranten wählen AfD

Göttinger Wissenschaftler haben über 600 ausgefüllte Fragebögen von Pegida-Aktivisten ausgewertet: Danach würden viele die AfD wählen und autoritäre Krisenlösungen bevorzugen. Repräsentativ ist die Umfrage jedoch nicht.

Die Anhänger des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden: 94 Prozent für autoritäre Krisenlösungen. dpa

Kundgebung von Pegida

Die Anhänger des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden: 94 Prozent für autoritäre Krisenlösungen.

Recht und Ordnung, die politische Selbstbestimmung Deutschlands sowie eine „deutsche Leitkultur“ – dies ist laut einer Studie den Dresdner Pegida-Demonstranten besonders wichtig. Wie aus den am Sonntag veröffentlichten Ergebnissen einer Befragung weiter hervorgeht, würden 80 Prozent der Teilnehmer die AfD wählen und 2 Prozent erst gar nicht zur Wahl gehen.

Wissenschaftler des Göttinger Instituts für Demokratieforschung haben nach eigenen Angaben 610 Fragebögen vom November 2015 ausgewertet. Sie selbst bezeichnen die Studie als nicht repräsentativ. Das Institut gehört zur Georg-August-Universität Göttingen.

Auch Polizisten verletzt: Ausschreitungen nach Pegida-Demo in Potsdam

Auch Polizisten verletzt

Ausschreitungen nach Pegida-Demo in Potsdam

Auch in Potsdam gab es Auseinandersetzungen nach einer Kundgebung einer islam- und ausländerfeindlichen Gruppierung. Pegida-Gegner sollen Teilnehmer angegriffen haben. In Leipzig haben Rechtsradikale randaliert.

Wie aus der Untersuchung weiter hervorgeht, äußern viele der Befragten aus den Reihen der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung zwar eine gewisse Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen. Davon ausgenommen sind jedoch Asylbewerber aus islamischen Ländern. 45 Prozent der Demonstrationsteilnehmer fordern dabei eine klare Differenzierung.

41 Prozent sprechen grundsätzlich allen Menschen ein Recht auf Asyl in Deutschland ab. 94 Prozent der Befragten plädieren angesichts der Flüchtlingsdebatte für autoritäre Krisenlösungen. Und 82 Prozent verlangen die „Befestigung und Verteidigung“ der deutschen Nationalgrenzen.

Von

dpa

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