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30.03.2013

10:36 Uhr

Über Ostern

Erstmals 100 Prozent Öko-Strom in Deutschland möglich

Über die Oster-Feiertage könnte erstmals der gesamte Stromverbrauch Deutschlands durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Um das zu erreichen, muss allerdings nicht nur das Wetter mitspielen.

Ostersonne kann die Energiewende beflügeln. dpa

Ostersonne kann die Energiewende beflügeln.

Düsseldorf„Bei sonnigem und windigem Wetter kann es an Pfingsten, möglicherweise aber auch schon an Ostern zum ersten Mal in Deutschland Stunden geben, an denen rechnerisch der komplette Strombedarf durch erneuerbare Energie gedeckt ist“, sagt Rainer Baake, ehemaliger Staatssekretär im Bundesumweltministerium und derzeit Direktor der Lobbyorganisation „Agora Energiewende“, im Gespräch mit Handelsblatt Online. „Dieser Moment wird eine gewisse Symbolkraft haben.“

Die erneuerbaren Energie können derzeit laut „Agora Energiewende“ rechnerisch bis zu 70 Gigawatt ins Netz einspeisen, wobei Wind- und Photovoltaik-Anlagen auf einen Anteil von je 32 Gigawatt kommen. Um die 100-Prozent-Marke zu erreichen, müssen nicht nur die Wetterverhältnisse stimmen, sondern auch die meisten Unternehmen und Geschäfte geschlossen haben, um den Strombedarf in Deutschland auf ein niedriges Niveau zu senken.

Kommentare (43)

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vandale

30.03.2013, 11:22 Uhr

Aus ökoreligiöser Sicht ist das natürlich ein Highlight das die Oekogläubigen durch Feiern und Gebete zelebrieren sollten.

Für Ungläubige die diesen Glauben massgeblich mitbezahlen ist es auch ein Highlight in Form von Rekordkosten und Risiken für die Netzstabilität.

Die Einspeisung des umweltschädlichen Stroms aus Wind und Sonne erfolgt gem. den Launen des Wetters. Es ist theoretisch denkbar, dass ein Erzeugungspeak an den Ostertagen den Strombedarf rechnerisch überschreitet.

Allerdings ist dies dann nur ein kurzer Peak. Solange man hierzulande Wert auf eine stabile Stromversorgung legt, muss der gesamte Bedarf durch moderne Grosskraftwerke abgedeckt sein, die zu nahezu vollen Kosten in Teillast, Lastfolgebetrieb, warmer, oder kalter Bereitschaft stehen. Da sich die modernen Kraftwerke nicht so schnell regeln lassen wie die Launen des Windes die Stromeinspeisung ändern, wird auch dann Strom in modernen Kraftwerken erzeugt. Der überschüssige Strom wird zu Negativpreisen im Ausland vermarktet.

Technisch gesehen wird die kurzfristige Frequenzstabilisierung des Netzes durch die rotativen Massen der Turbogeneratoren der modernen Grosskraftwerke geleistet. Die umweltschädlichen Solar- und Windanlagen nicht, bzw. wenig zur kurzfristigen Netzstabilisierung bei.
Das bedeutet, dass eine ausschliessliche Stromerzeugng aus Sonne und Sonne zu einer grösseren kurzfristigen Frequenzabweichung und damit zu einem Netzzusammenbruch führen könnte. Deshalb wird man auch wenn die Erzeugung aus den religiös verehrten "Erneuerbaren Energien" den Strombedarf übersteigt die modernen Grosskraftwerke mitlaufen lassen.

Vandale

vandale

30.03.2013, 11:32 Uhr

Sofern jemand Interesse an der realen Situation der Einspeisung umweltschädlicher Solarzellen und Windmühlen und den Herausforderungen die sich für ein Stromnetz ergeben verspürt, dem kann man den Artikel Eike "Lastganglinien als Erfolgskontrolle der Energiewende" empfehlen (googlen).

In dem Artikel wird auch eine Vorrausschau auf die Zukunft einer weiteren Zunahme des Ausbaus "Erneuerbarer Energien" simuliert.

Vandale

Thomas-Melber-Stuttgart

30.03.2013, 11:32 Uhr

Klar, wenn in der Industrie, aber auch im Handel, nicht gearbeitet wird!

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