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01.12.2014

16:55 Uhr

Überparteiliche Initiative

Politiker von SPD und CDU fordern Burka-Verbot

Mitglieder der SPD und CDU engagieren sich gemeinsam für ein Burka-Verbot. In der Öffentlichkeit soll die Verschleierung strafbar werden. Dies gehöre zu einer offenen Gesellschaft. Es formiert sich Protest.

Diese Kleidung soll unter Strafe verboten werden: Eine Frau mit Burka. dpa

Diese Kleidung soll unter Strafe verboten werden: Eine Frau mit Burka.

BerlinPolitiker von CDU und SPD haben sich für ein Burka-Verbot in der Öffentlichkeit ausgesprochen. CDU-Vize Julia Klöckner sagte der „Rheinischen Post“ (Montag) zur Begründung: „Die Burka-Vollverschleierung steht für mich nicht für religiöse Vielfalt, sondern für ein abwertendes Frauenbild.“

Das Grundgesetz bestehe darauf, dass Frauen und Männer gleich viel wert seien. Außerdem gehöre es zu einer offenen Gesellschaft, jemandem offen ins Gesicht schauen zu können.

Der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Axel Schäfer, der sich schon früher dafür ausgesprochen hatte, argumentierte in der „Hamburger Morgenpost“ (Dienstag) ähnlich. Eine Burka gehöre auch „nicht zu unserer Kultur“.

Eine Burka verschleiert bei muslimischen Frauen den ganzen Körper und lässt nur die Augen frei - teilweise werden auch sie hinter einem Gitternetz verborgen. In Frankreich, Belgien und der Schweiz ist das Kleidungsstück in der Öffentlichkeit verboten. In Deutschland hatte zuletzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn ein Verbot gefordert.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Herr Marcel Europaeer

01.12.2014, 17:36 Uhr

Im Gegensatz zu einem Kopftuch, empfinde ich eine Gesichtsverschleierung in unserem Kulturkreis als befremdlich.

Das hat weniger damit zu tun, dass eine voll verschleierte Frau ein ungewohnter Anblick ist. In Mitteleuropa verdeckt man sein Gesicht nicht, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt. Das Gesicht bedeckt sich nur, wer Böses im Schilde führt und nicht erkannt werden möchte. So ist unser Empfinden.

Ich bin der Meinung, das können auch Frauen verstehen, die aus religiös motivierten Gründen gewohnt sind, ihr Gesicht in der Öffentlichkeit zu verschleiern.

Ob man durch ein Verbot der Burka den betroffenen Frauen mehr Freiheiten ermöglicht ist fraglich. Wahrscheinlich ist eher, dass die zugehörigen Männer ihren Frauen die Öffentlichkeit verbieten.

Herr walter danielis

01.12.2014, 17:44 Uhr

Ich glaube nicht das wir das durchsetzen können. Was machen wir z. b. wenn diese Frauen auf die Bäume klettern wie die Facharbeiter in München. Da reicht der Oberbürgermeister nicht mehr da brauchen wir mindestens Herrn Gauck um das Problem zu lösen.

Account gelöscht!

01.12.2014, 18:25 Uhr

Aber nicht zu Fasching oder beim Kürbisfest allerorten - oder ?

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