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03.10.2016

12:52 Uhr

Überwachungssoftware

Bundestrojaner soll auch Handys überwachen

Laut Medienberichten soll die Überwachungssoftware des Bundeskriminalamts auch auf Smartphones und Tablets ausgeweitet werden. Sie soll unbemerkt auf Geräten von Verdächtigen installiert werden können.

Der Bundestrojaner soll auch auf mobile Geräte installiert werden. dapd

Überwachungssoftware

Der Bundestrojaner soll auch auf mobile Geräte installiert werden.

BerlinDas Bundeskriminalamt (BKA) will den Einsatz des sogenannten Bundestrojaners auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets ausweiten. Das geht aus Haushaltsunterlagen des Bundestages hervor, die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR einsehen konnten.

Seit Februar steht den Strafermittlern bereits eine speziell entwickelte Software zur Verfügung, um die Kommunikation von Tatverdächtigen auf PC und Laptops auszuspähen. Dabei geht es vor allem um die Überwachung laufender Gespräche und Chats.

Die neue Software für Online-Durchsuchungen bei Handys soll unbemerkt auf Geräten von Verdächtigen installiert werden können, wie die „Süddeutsche“ am Samstag schrieb. Ermittler sollen dann alle Eingaben auf den Geräten nachverfolgen können. Damit sollen dem Bericht zufolge vor allem die neuartige Verschlüsselungen umgangen werden, die von den deutschen Behörden bislang nicht geknackt werden können.

So wappnen Sie sich für EDV-Angriffe

Was kann man tun?

Der Gedanke, das eigene Unternehmen könnte Ziel eines Hackerangriffs werden, ist nicht weit verbreitet. Doch das Öffnen einer täuschend echt aussehenden E-Mail oder das Eingeben des eigenen Kennworts in eine gefälschte Bank-Internetseite kann jedem Nutzer passieren. Schon mit einfachen, frei zugänglichen Hackerprogrammen kann großer Schaden angerichtet werden. Dies wird insbesondere für Bankgeschäfte immer wichtiger, da die Zahl der Menschen wächst, die für ihre Transaktionen das Internet oder das Smartphone nutzen. Was kann man tun, um gewappnet zu sein?

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter

Nutzen Sie alle Kommunikationsmedien in Ihrem Unternehmen, um Mitarbeiter über mögliche Risiken zu informieren – sei es das Intranet, die Mitarbeiterzeitung und das persönliche Gespräch. Auch in der Mitarbeiterkommunikation gilt: Was selbst erlebt wird, bleibt im Gedächtnis. Schulungen mit Live-Anwendungen erscheinen aufwändig, sind jedoch mit Abstand die beste Plattform für eine wirksame Sensibilisierung.

Meldewesen für Sicherheits- und Verdachtsfälle

Informieren Sie Ihre Teams, sobald sich eine Bedrohung abzeichnet. Benennen Sie einen Sicherheitsbeauftragten, der die Vorfälle sammelt und aufbereitet, einschätzt und ggfs. Maßnahmen einleitet. Wählen Sie dazu einen Mitarbeiter aus, der sich sowohl durch hohe fachliche Kompetenz als auch durch Akzeptanz im Unternehmen auszeichnet. Geben Sie im Zweifelsfall Unterstützung durch externe Experten, da die technischen Entwicklungen in diesen Themen komplex sind und schnell voranschreiten.

Das Öffnen unbekannter Programme verhindern

Viele Verstöße erfolgen, weil das notwendige Wissen fehlt und nicht, weil der Mitarbeiter dem Unternehmen schaden möchte. Legen Sie fest, welche Programme gestartet werden dürfen. Verhindern Sie, dass ein Ausführen unerwünschter Programme mit Hilfe von Standard-Bordmitteln überhaupt möglich ist. Letzteres ist schon mit einfachen Mitteln möglich.

Sichern Sie Ihre Daten

Ein gut funktionierendes Datensicherungskonzept ist unerlässlich. Gesicherte Daten können herangezogen werden, falls ein Virus doch einmal einen Schaden anrichtet und Daten verschlüsselt, verändert oder löscht. Vermeintliche Lösungsgelder für die Entschlüsselung von Daten können so vermieden werden. Bitte beachten Sie hier unbedingt die an Datensicherungen geknüpften Aufbewahrungsplichten.

Nutzen Sie sichere WLAN-Strukturen

Es klingt einfach, sollte aber in dieser Auflistung trotzdem nicht fehlen. Nutzen Sie Funkverbindungen nur, wenn Sie unbedingt benötigt werden. Verbinden Sie sich ausschließlich mit WLAN-Umgebungen, die sich in einem bekannten Umfeld befinden. Seien Sie kritisch, wenn Ihnen das Heimnetz an davon entfernten Orten angeboten wird. Stellen Sie deshalb eine automatische Anmeldung in Ihrem Smartphone ab. Dies spart zudem als Nebeneffekt die Akkulaufzeit des Geräts.

Quelle: DHPG

Die DHPG ist eines der führenden, mittelständischen Beratungsunternehmen in Deutschland, das sich auf die Kernbereiche Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung sowie Insolvenzverwaltung und Sanierungsberatung spezialisiert hat. Das inhabergeführte Unternehmen gehört mit mehr als 500 Mitarbeitern an zehn Standorten zu den 15 größten seiner Branche.

Das Bundesverfassungsgericht hatte vor fünf Monaten in einem Grundsatzurteil zu dem 2009 novellierten BKA-Gesetz dem Bundeskriminalamt deutliche Grenzen gesetzt. Der Einsatz von Überwachungsinstrumenten wie dem Staatstrojaner bleibt dem BKA zwar im Prinzip erlaubt. Das Gericht knüpfte jedoch an den Einsatz dieser Mittel strengere Voraussetzungen als bisher.

Für den Smartphone-Trojaner und andere „operative IT-Systeme“ fallen laut „SZ“ zusätzliche Kosten von rund 50 Millionen Euro an. Wie viel von diesem Budget für die Entwicklung des Smartphone-Trojaners ausgegeben werden soll, stehe nicht in den Haushaltsunterlagen.

Von

dpa

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