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24.10.2011

18:37 Uhr

Umbau der Bundeswehr

Verteidigungsministerium bleibt in Bonn

Das Verteidigungsministerium wird laut Thomas de Maizière auch nach dem Umbau der Bundeswehr seinen ersten Dienstsitz in Bonn behalten. Eine Aufteilung der Ministeriumsposten zwischen Bonn und Berlin ist möglich.

Der Sitz des Verteidigungsministeriums ist in Bonn auf der Hardthöhe. dpa

Der Sitz des Verteidigungsministeriums ist in Bonn auf der Hardthöhe.

BerlinDas Verteidigungsministerium wird auch nach dem Umbau der Bundeswehr seinen ersten Dienstsitz in Bonn behalten. Das sicherte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Frithjof Kühn, bei einem Treffen in Berlin zu. Nach dapd-Informationen könnte die auf 2.000 Ministeriumsposten reduzierte Zahl je zur Hälfte auf beide Standorte aufgeteilt werden. In Bonn sollen dafür andere Bundeswehreinrichtungen wie das Bundesamt für Wehrverwaltung auf die Hardthöhe verlegt werden.

Nimptsch zeigte sich über die Zusicherung erfreut. „Mir geht es um den Erhalt struktursicherer und wertvoller Arbeitsplätze in Bonn. Das Verteidigungsministerium muss in Bonn präsent bleiben, es ist aber ebenso wichtig, in Bonn hochrangige Bundeswehrbehörden anzusiedeln, die unabhängig vom Berlin-Bonn-Gesetz auch in Zukunft in Bonn stationiert bleiben“, sagte er. Wichtig sei, den Stellenwert der Stadt Bonn als Wissenschaftsstandort „mehr als bisher auch durch die Bundeswehr wahrgenommen und anerkannt zu wissen“.

Derzeit ist das Verteidigungsministerium auf Bonn und Berlin aufgeteilt, wobei in Bonn mit 2.600 Dienstposten der Großteil angesiedelt ist. In Berlin gibt es lediglich 500 Stellen. Dies soll mit der Bundeswehrreform deutlich geändert werden. De Maizière warb bei dem Treffen nach Angaben eines Sprechers um Verständnis dafür, so viele Mitarbeiter des Ministeriums wie möglich nach Berlin zu holen. Am Mittwoch will de Maizière die Standortentscheidungen bekanntgeben.

Im Gegenzug könne er sich eine Standortgarantie für die Hardthöhe mit über 4.000 Bundeswehr-Dienstposten vorstellen, sagte der CDU-Politiker den Angaben zufolge weiter. Derzeit hat die Bundeswehr in Bonn bereits 3.470 Dienstposten - ohne die Mitarbeiter des Ministeriums.

Offiziere auf der Hardthöhe begrüßten die Entscheidung. Ein General sagte dapd: „Wir sind froh, dass für uns durch ein Ende der Diskussionen über eine Aufgabe des ersten Dienstsitzes keine Schwierigkeiten mehr entstehen.“ Es sei auch für die „innere Situation“ der Bundeswehr „von großem Nutzen, dass endlich Ruhe in den Alltag der ministeriellen Dienstposten einkehrt“.

Von

dapd

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