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28.11.2011

07:03 Uhr

Umfrage

58 Prozent der Deutschen lehnen Eurobonds ab

VonJürgen Röder

ExklusivDie Mehrheit der Bundesbürger lehnt Eurobonds als Mittel gegen die Schuldenkrise ab. Das ergab eine Umfrage, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Eine beschädigte Euro-Münze. dpa

Eine beschädigte Euro-Münze.

DüsseldorfGut jeder zweite Deutsche lehnt gemeinsame europäische Staatsanleihen – sogenannte Eurobonds – als Mittel zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise kategorisch ab. Da sich gleichzeitig ein Viertel der Bundesbürger kein Urteil zu dieser von der EU-Kommission forcierten Kapital-Maßnahme zutraut, reduziert sich die Zahl der überzeugten Eurobonds-Befürworter hierzulande auf 17 Prozent.

Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern, die Handelsblatt FinanceToday, der internationalen Presseschau für die Finanzbranche, exklusiv vorliegt. Damit weiß die Bundesregierung die Mehrheit der Bevölkerung bei ihrer harten Linie gegen die Pläne von EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hinter sich.

Ob ihr das am Ende auch etwas nutzen wird, bleibt aber weiterhin fraglich. Nur rund ein Drittel der Deutschen ist davon überzeugt, dass sich Merkel und Co. im Streit mit Brüssel behaupten werden, knapp jeder Zweite rechnet hingegen mit einem Einknicken der Bundesregierung.

Kommentare (5)

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Petra

28.11.2011, 09:49 Uhr

Falsche Überschrift / Schlagzeile!
Besser: Nur 17 Prozent Eurobonds-Befürworter!

gwr

28.11.2011, 10:04 Uhr

Das ist famos! Das zweite Ergebnis der Befragung war, dass 60% der Befragten nicht wussten, wie Eurobonds konkret funktionieren und ausgestaltet werden können. Man ist versucht bei H.L. Mencken über die Vorzüge der Demokratie nachzuschlagen.

Realist

28.11.2011, 11:00 Uhr

Es ist sicher so, dass die meisten Deutschen nicht genau wissen wie es im Detail funktioniert. Allerdings ist jetzt schon sehr deutlich, dass Deutschland für die Schulden anderer Staaten zahlen muss. Und dies gefällt halt nicht.

Jeder Staat muss für seine Schulden selber einstehen. Einen Sozialisierung der Schulden darf es nicht geben, da es keine Anreize für die Sünder und eine Bestrafung für die kreditwürdigen Staaten bedeutet.

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