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23.04.2011

11:10 Uhr

Umfrage

Akzeptanz von Stein- und Braunkohle steigt

Das Abschalten der deutschen Atommeiler scheint beschlossene Sache. Neue Kohlekraftwerke könnten an ihre Stelle treten. Die Akzeptanz des Energieträgers wächst.

Braunkohlekraftwerke gehören zu den größten Kohlendioxid-Schleudern. Quelle: dpa

Braunkohlekraftwerke gehören zu den größten Kohlendioxid-Schleudern.

LeipzigIm Zuge der Atomkatastrophe von Fukushima und der von der Bundesregierung ins Rollen gebrachten Energiewende gewinnen heimische Energieträger offenbar an Akzeptanz. Laut einer am Samstag veröffentlichten Umfrage der „Leipziger Volkszeitung“ bewerten die Deutschen vor allem Stein- und Braunkohle heute positiver als noch im November. 

Während vor fünf Monaten nur rund zehn Prozent der Deutschen Stein- und Braunkohle für akzeptable Energieträger hielten, sind es laut Zeitung heute rund 30 Prozent. Noch einmal einen Schub habe die Befürwortung erneuerbarer Energien erhalten: 96 Prozent hielten sie für wichtig, im November seien es 93 Prozent gewesen. 

Bei der Bereitschaft, die Energiewende auch über höhere Strompreise bezahlen zu wollen, zeigt sich allerdings ein Riss zwischen Ost- und Westdeutschen. In den alten Bundesländern erklärten laut Zeitung im April drei Viertel, sie würden für umweltfreundlichen Strom tiefer in die Tasche greifen. Im Osten ist nur gut die Hälfte dazu bereit.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

23.04.2011, 12:02 Uhr

Wir sind Betreiber eines Kraftwerkes.
Mit aller Macht hat die Landes CDU gegen den Bau eines solchen Kohlekraftwerks angekämpft, das sie ursprünglich mitgetragen und mitanfinanziert hatte.

Wollen wir wetten, daß diese Partei noch nie ein Rückrat und somit keine reällen Visionen hat und hatte.

WMuede

24.04.2011, 10:33 Uhr

Angesichts der Pirouetten, die alle Parteien auf dem energiepolitischen Parkett drehen, kann man Investoren nur empfehlen, entweder im Ausland in energietechnische Anlagen zu investieren oder ihr Geld auf die hohe Kante zu legen. Großtechnische Anlagen mit langen Amortisationsdauern kann man guten Gewissens in Deutschland nicht mehr planen, bauen und betreiben.
Gestern war der Ausstieg aus Kohle und Gas alternativlos, heute ist der Ausstieg aus der Kernenergie alternativlos, morgen geht es hoffentlich gegen die Verschandelung ganzer Kulturlandschaften durch alternativlose grüne Windräder und Solarpanels. Übermorgen geht dann nichts mehr!

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