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02.01.2013

11:50 Uhr

Umfrage

Brüderle ist für FDP-Wähler die Nummer eins

Vor dem Dreikönigstreffen befeuert eine Umfrage die Debatte um den Parteivorsitz. Danach will sich eine Mehrheit der FDP-Wähler von Rainer Brüderle führen lassen. Dafür springt ein Union-Mann Philipp Rösler zur Seite.

Von den Qualitäten Rainer Brüderles sind die FDP-Wähler überzeugt. dapd

Von den Qualitäten Rainer Brüderles sind die FDP-Wähler überzeugt.

BerlinIn der FDP verstärkt sich vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen der Druck auf Parteichef Philipp Rösler. Nach einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Magazin "stern" halten 76 Prozent der Parteimitglieder den Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, für den besseren Parteivorsitzenden.

Rösler selbst reagierte am Mittwoch ausweichend auf die Frage, ob er auf dem Bundesparteitag im April erneut kandidieren wolle. "Die Frage, ob ich beim kommenden Parteitag wieder als Vorsitzender antrete, steht jetzt nicht an", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Ich habe immer gesagt, dass ich Schritt für Schritt gehe." Zunächst solle sich die Partei darauf konzentrieren, dass die FDP am 20. Januar bei den Landtagswahlen in Niedersachsen den Einzug in den Landtag in Hannover schaffe.

Philipp Rösler: Der stoische Parteichef

Philipp Rösler

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Die Partei nimmt Rösler mal wieder in die Mangel, doch der FDP-Chef bleibt sich treu.

Hintergrund der Debatte ist eine zuletzt von Entwicklungsminister Dirk Niebel verschärfte Debatte über Rösler. Niebel, der neuer Spitzenkandidat der baden-württembergischen FDP ist, hatte ein Führungsteam der Liberalen für die Bundestagswahl im September gefordert und auch eine Kampfkandidatur um den Parteivorsitz als Zeichen der innerparteilichen Demokratie bewertet. Die Partei rangiert in Umfragen sowohl in Niedersachsen als auch im Bund unter der Fünf-Prozent-Hürde.

In der Forsa-Umfrage sprechen sich auch 38 Prozent der Gesamtbevölkerung für Brüderle an FDP-Chef aus. Das Meinungsforschungsinstituts stellte diese Frage 1003 Bundesbürgern kurz vor Weihnachten.

Umfrage: FDP knackt die Fünf-Prozent-Hürde

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Doch kurz vor Weihnachten klettern die Liberalen aus dem Umfragetief.

Der FDP-Fraktionschef hat mehrfach öffentlich bestritten, Nachfolger von Rösler werden zu wollen. Auch der nordrhein-westfälische Landeschef Christian Lindner hat eine eigene Kandidatur abgelehnt.

Beim Koalitionspartner CDU reagierte man zurückhaltend auf die Personaldebatte. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zeigte sich überzeugt davon, dass die Liberalen wieder in den Bundestag einziehen würden. Ratschläge wolle er der FDP in Personalfragen nicht machen. "Er ist ein menschlich gewinnender, gut zuhörender und von Überzeugungen getragener Politiker", sagte Gröhe in der "Welt" über Rösler.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Vicario

02.01.2013, 12:16 Uhr

Zitat : Niebel, der neuer Spitzenkandidat der baden-württembergischen FDP ist

Auf der Titanic, die dampft und segelt, da gibt`s die Mutti, die euer Ende regelt....

Alternativ könnte die FDP auf einem Afghanen-Teppich unter Lotze Niebel ins jenseits fliegen....!

Sophie

02.01.2013, 12:20 Uhr

Es gibt KEINEN Grund, die FDP zu wählen, wenn Brüderle, Kubicki oder Lindner deren Vorsitz übernehmen sollten. Die FDP ist in der deutschen Parteienlandschaft überflüssig. Sie besetzt nicht mal einen Nischenplatz!

Ein Austausch an der Spitze ändert doch das Handeln dieser Partei nicht. Die FDP hat sich verbraucht. NIEMAND in Deutschland fällt auf das Geschwätz der FDP mehr herein.

Das Wählerpotenzial der FDP setzt sich aus ein paar Lobbyisten und ewig gestrigen zusammen. Und auch die erkennen langsam, dass weder mit Rösler noch mit Brüderle etwas erreicht werden kann.

Die FDP hatte 3,5 Jahre Zeit ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen. Dies hat sie versäumt und sich in Personalfragen und Blockaden verzettelt.

Wer kommt nach Brüderle, wenn Brüderle zum Rohrkrepierer werden sollte?

Baerbel

02.01.2013, 15:41 Uhr

Liebe FDP,
ich kann Euch hoch und heilig versprechen, dass ich Euch nie wieder wählen werde .Deshalb ist es mir völlig egal,wer Spitzenkandidat wird !
Meine Partei für den 20.Januar steht schon fest.

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