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14.09.2012

11:17 Uhr

Umfrage

Bürger wünschen sich große Koalition

Schluss mit Schwarz-Gelb - wenigstens, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Dann würde sich die Mehrheit der Deutschen eine große Koalition wünschen.

Der Plenarsaal des deutschen Bundestages. Reuters

Der Plenarsaal des deutschen Bundestages.

Berlin Gut ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl wünscht sich die Mehrheit der Bundesbürger laut dem neuen ZDF-Politbarometer eine große Koalition. In der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen ist eine gemeinsame Regierung von CDU/CSU und SPD die einzige Parteienkombination, die von einer absoluten Mehrheit der Befragten positiv bewertet wird. 54 Prozent finden solch eine Koalition gut, 23 Prozent bewerteten dies eher negativ. Der Rest ist unentschlossen beziehungsweise nicht interessiert.

Alle anderen Koalitionsmodelle werden eher schlecht als gut bewertet. Eine rot-grüne Koalition fänden 39 Prozent gut und 41 Prozent schlecht. Schwarz-Grün kommt nur bei 30 Prozent der Befragten gut an, 43 Prozent sehen diese Kombination eher negativ. Die Fortsetzung des schwarz-gelben Regierungsbündnisses bewerten nur 19 Prozent positiv, und 54 Prozent fänden dies schlecht. Auch eine Zusammenarbeit von SPD, Linken und Grünen finden nur 17 Prozent gut und 64 Prozent schlecht. Rot-Grün-Gelb favorisiert nur eine Minderheit von 14 Prozent, 59 Prozent halten diese Variante für schlecht.

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Die Wunschkoalition der Bürger scheint nicht völlig abwegig, wie die Umfrage weiter zeigt. Weder die amtierende Regierungskoalition von Union und FDP noch eine alternative Koalition aus SPD und Grünen hätte derzeit eine eigene Mehrheit. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die CDU/CSU demnach einen Punkt verlieren und käme auf 36 Prozent. Die SPD würde sich um einen Punkt auf 30 Prozent verbessern. Die FDP käme nur noch auf vier Prozent (minus eins), die Linke und auch die Piraten würden jeweils unverändert bei sechs Prozent verharren, während die Grünen um einen Punkt auf 13 Prozent zulegen würden.

Die Liste der beliebtesten Politiker führt nach wie vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Auf der Skala von plus fünf bis minus fünf erhält Merkel einen Durchschnittswert von 2,0 und verbessert sich damit leicht im Vergleich zur letzten Umfrage im August (1,8). Auf Platz zwei folgt die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mit unveränderten 1,6, auf Platz drei landet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,5 (zuletzt: 1,4).

Auf den weiteren Plätzen folgen Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 1,4 (zuletzt: 1,3), SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit unveränderten 1,3, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,8 (zuletzt: 0,6), SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 0,6 (zuletzt: 0,3) und CSU-Chef Horst Seehofer mit 0,5 (zuletzt: 0,3).

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi liegt mit minus 0,4 (zuletzt: minus 0,5) im Negativbereich, ebenso wie Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) mit minus 0,9 (zuletzt: minus 1,0). Die Forschungsgruppe Wahlen befragte in der Zeit vom 11. bis 13. September 1198 Wahlberechtigte.



Von

dapd

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

14.09.2012, 12:05 Uhr

Es machen doch sowieso alle die Gleiche Politik im Moment...

Account gelöscht!

14.09.2012, 12:56 Uhr

Mich hat niemand gefragt und ich will sicher keine große Koalition.

Ich wähle eurokritisch bis eurofeindlich und wenn es megaweit rechts ist.

Account gelöscht!

14.09.2012, 12:57 Uhr

Bundespräsident Gauck unterzeichnet ESM-Gesetz
Bundespräsident Joachim Gauck hat die ESM-Gesetze unterzeichnet.
Die Presseerklärung im Wortlaut:
Bundespräsident Joachim Gauck hat heute die Gesetze zum sogenannten „Euro-Rettungsschirm“ ausgefertigt.
Dazu gehören auch die Zustimmungsgesetze zum ESM-Vertrag, zum Fiskalvertrag und zur Änderung des Art. 136 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 12. September 2012 die Voraussetzungen für die Ausfertigung geschaffen.
Damit insbesondere der ESM-Vertrag völkerrechtlich in Kraft treten kann, bedarf es ferner der Ratifikation durch den Bundespräsidenten. Dazu müssen zunächst die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Auslegung der Art. 8 Abs. 5 Satz 1, 32 Abs. 5, 35 Abs. 1, 34 des ESM-Vertrages erfüllt sein. Hierfür wird die Bundesregierung – wie von ihr angekündigt – Sorge tragen.

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