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13.03.2013

17:05 Uhr

Umfrage der Handelskammer

US-Firmen warnen vor Fachkräftemangel in Deutschland

VonJohannes C. Bockenheimer

Dutzende US-Firmen haben sich in Deutschland niedergelassen. Trotz der Attraktivität des Standorts haben sie das ein oder andere auszusetzen. Sie fordern Reformen – sind jedoch skeptisch, ob's nach der Wahl dazu kommt.

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BerlinNach einem durchschnittlichen 2012 blicken die amerikanischen Unternehmen in Deutschland optimistisch ins Jahr 2013. Zwei Drittel der US-Unternehmen rechnet für 2013 mit steigenden Umsätzen, jedes Dritte will sogar noch zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das sind die Kernergebnisse des 10. Business Barometers, das von der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham) erarbeitet und am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Die Kammer befragte mit der Strategieberatung Roland Berger rund 58 in Deutschland ansässige US-Firmen, die gemeinsam fast eine Viertelmillion Mitarbeiter beschäftigen und 95 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Zu den prominentesten Teilnehmern zählen Coca-Cola, Procter & Gamble und Microsoft.

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„Die US-Investoren glauben an ein gutes Jahr 2013. Sie sind nach wie vor beeindruckt von der inneren Stärke des Standorts Deutschlands“, sagt Bernhard Mattes, Vize-Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland. „Wenn jedes dritte Unternehmen in diesem Jahr seine Investitionen und seine Belegschaft aufstocken will und wenn zwei von drei Unternehmen höhere Umsätze als im Vorjahr erwarten – dann drückt das auch große Zuversicht aus, dass Deutschland ein hochattraktiver Standort im internationalen Vergleich bleiben wird.“

Das Jahr 2012 verlief für die US-Unternehmen in Punkto Umsatz und Investitionen hingegen etwas weniger erfolgreich, etliche Firmen blieben hinter ihren Wachstumsplänen zurück. Waren 81 Prozent der Befragten im Jahr 2012 von steigenden Umsätzen ausgegangen, gingen diese Erfolgsaussichten tatsächlich nur in 50 Prozent der Fälle auf.

Kommentare (10)

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gsteelo

13.03.2013, 17:33 Uhr

Fachkräftemangel??? Wo? In Deutschland??? Warum bin ich dann Arbeitslos?

DagobertGeldsack

13.03.2013, 17:43 Uhr

Tscha, ohne Moos nix los....

Die Guten werden statt der Hungerlöhne bei uns zu Recht einen Job im Ausland suchen. Da gibt es mehr!

Dafür können wir dann die Elite der Inder beschäftigen, die dann günstig arbeiten. Denn dafür wollen wir sie doch, als Lohnbrecher, nicht wahr?

Aber lange werden die es auch nicht machen, wenn sie wirklich gut sind.

Es ist halt so im Kapitalismus: Sinken die Löhne, sinkt über kurz oder lang die Qualität derer die dafür arbeiten

Die sinkenden Löhne hier sind ein Strohfeuer, von den nur die Dumpfbacken in den Vorständen glauben, dass sie damit langfristig Erfolg haben werden.

Denn billig, das können andere allemal besser!

FachkraftOhneMangel

13.03.2013, 18:15 Uhr

Ich bin in der IT Branche tätig, also der Branche wo interessierte Kreise seit nunmehr Jahren nicht müde sind, einen etwaigen Fachkräftemangel herbeizureden. Fakt ist, dass auch hier kein Fachkräftemangel existiert. Das kann man allein schon an den seit Jahren stagnierenden bzw. sogar rückläufigen Gehältern erkennen. Es wird halt unter allen Umständen versucht und entsprechender Druck auf die politischen Entscheidugnen ausgeübt, ein permanentes Reservoir an möglichst billigen (ausländischen) Fachkräften zu installieren, um diese Situation so auch in Zukunft weiter aufrecht zu erhalten. Das ist also der vorgetäuschte Fachkräftemangel: Billig bitte reinkommen, Politik bitte dafür den Weg freimachen.

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