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20.03.2017

11:22 Uhr

Umfrage des IW Köln

Firmen wollen mehr Flüchtlinge einstellen

Viele deutsche Firmen erklären, dass sie im Jahr 2017 mehr Flüchtlinge einstellen wollen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, das mit 1.000 deutschen Unternehmen gesprochen hat.

Die Umfrage des IW Köln zeigt, dass die Bereitschaft deutscher Firmen, Flüchtlinge in ihren Betrieben einzustellen, sehr groß ist - denn Integration gelingt über den Arbeitsmarkt. dpa

Flüchtlinge in Arbeit

Die Umfrage des IW Köln zeigt, dass die Bereitschaft deutscher Firmen, Flüchtlinge in ihren Betrieben einzustellen, sehr groß ist - denn Integration gelingt über den Arbeitsmarkt.

BerlinFast jede vierte deutsche Firma hat in den vergangenen drei Jahren einen Flüchtling beschäftigt. Im Handwerk sei es sogar jeder dritte Betrieb, teilte das arbeitgebernahe Institut IW Köln am Montag nach einer Umfrage unter rund 1.000 Unternehmen mit. Insgesamt hätten mehr als 400.000 Firmen einen Flüchtling qualifiziert oder täten dies immer noch. Rund ein Drittel plant demnach für 2017, Flüchtlinge einzustellen. „Die erfolgreiche Integration läuft über den Arbeitsmarkt“, sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

Am häufigsten seien nach Deutschland geflohene Menschen als Praktikant tätig - in 17 Prozent aller Unternehmen. Gut zehn Prozent der Firmen beschäftigen Flüchtlinge in regulären Jobs. „Am seltensten absolvieren Flüchtlinge eine betriebliche Ausbildung – nur in 7,2 Prozent der Unternehmen hat dies bislang geklappt.“ Grund sei, dass das duale Ausbildungssystem im Ausland oft nicht bekannt sei und viele junge Männer „auf den schnelle Euro zielen“, sagte Hüther.

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Die Bilanz sei allerdings fast durch die Bank positiv: „Neun von zehn Unternehmen berichten von einer hohen Einsatzbereitschaft und Motivation sowie einem großen Lerneifer der Flüchtlinge“, sagte Hüther. Allerdings sehen 86 Prozent der Betriebe fehlende Deutschkenntnisse als größtes Einstellungshindernis. Mangelnde Fachkompetenz seien für zwei Drittel ein Problem.

Aus der Studie geht ferner hervor, dass nur wenige Unternehmen auf öffentliche Förderprogramme zurückgreifen oder diese gar nicht kennen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte jüngst erklärt, bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt stehe Deutschland noch am Anfang.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Leo Löwenstein

20.03.2017, 12:15 Uhr

"Am häufigsten seien nach Deutschland geflohene Menschen als Praktikant tätig...", das nennt man dann eingestellt.
Aha, was verstehe ich unter einer Anstellung?
Ein richtiger Job, in dem der Mensch Geld verdient, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Wie viele sind denn jetzt richtig angestellt?
Fälsche die Statistik und du bekommst das Ergebnis, das du dir wünscht.

Praktikanten arbeiten für lau und sind nach kurzer Zeit wieder weg.
Aber so werden Meldungen verzerrt.

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