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24.10.2014

13:56 Uhr

Umfrage

Deutsche lehnen rot-rot-grüne Bundesregierung ab

In Thüringen sind Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und Linkspartei geplant. Letztere könnte erstmals einen Ministerpräsidenten stellen. Eine Umfrage zeigt: Auf Bundesebene stößt Rot-Rot-Grün auf Ablehnung.

In Thrüingen könnte die Linkspartei mit Bodo Ramelow erstmals einen Ministerpräsidenten stellen. dpa

In Thrüingen könnte die Linkspartei mit Bodo Ramelow erstmals einen Ministerpräsidenten stellen.

BerlinEine Mehrheit der Deutschen lehnt einer Umfrage zufolge eine rot-rot-grüne Bundesregierung ab. 56 Prozent der Befragten sind gegen eine Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen im Bund, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer ergab. Nur 23 Prozent befürworten ein solches Bündnis. Auch bei SPD-Anhängern stößt Rot-Rot-Grün auf mehr Ablehnung (42 Prozent) als Zustimmung (36 Prozent).

Mit Blick auf Thüringen, wo die Linkspartei mit Bodo Ramelow erstmals einen Ministerpräsidenten stellen könnte, ist die Stimmungslage weniger klar: Bundesweit fänden dies 40 Prozent der Befragten schlecht, 29 Prozent gut. Schaut man allein auf die ostdeutschen Bundesländer, sind 46 Prozent für einen linken Ministerpräsidenten in Thüringen, 25 Prozent dagegen. In dem Bundesland sind Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und Linkspartei geplant, denen die SPD-Basis jedoch noch zustimmen muss.

Thüringens Wirtschaft in Zahlen

Arbeitsplätze

Im 1. Vierteljahr 2014 hatten im Durchschnitt 1.018.600 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren 800 Personen mehr als im 1. Vierteljahr 2013.

Arbeitslosenquote

Im August 2014 waren in Thüringen 87.090 Menschen arbeitssuchend gemeldet. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent (Gesamt-Deutschland: 6,6 Prozent).

Einkommen

Das durchschnittliche Haushalts-Einkommen in Thüringen lag 2012 bei 39.859 Euro im Jahr. Zehn Jahre zuvor waren es noch 32.946 Euro.

BIP

Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt in Thüringen 23.168 Euro, in Deutschland sind es 33.355 Euro.

Handwerk

Mit einem Umsatz von mehr als 11 Mrd. Euro pro Jahrnahezu 32.000 in der Handwerksrolle eingetragenen Betrieben, über 134.000 Beschäftigten und über 7.000 Auszubildenden ist das Handwerk ein bedeutender Arbeitgeber, Ausbilder und Wirtschaftsfaktor in Thüringen.

Kreativwirtschaft

Mehr als 1,6 Mrd. Euro Jahresumsatz, rund 22.500 Erwerbstätige und mehr als 3.200 Unternehmen arbeiten in Thüringen in der Kreativwirtschaft und machen den Bereich zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor.

Exporte

Der Warenwert der Thüringer Exporte erreichte im 2. Vierteljahr 2014 ein Volumen von 3,3 Milliarden Euro und lag damit um 2,8 Prozent über dem Wert für das 2. Vierteljahr 2013.

Importe

Thüringens Einfuhren erreichten im 2. Vierteljahr 2014 ein Volumen von 2,1 Milliarden Euro und stiegen gegenüber dem 2. Vierteljahr 2013 im Warenwert um 1,7 Prozent an.

Inflationsrate

Die Jahresteuerungsrate stieg von 0,7 Prozent im Juli auf 0,8 Prozent im August. Im Monatsvergleich blieb der Verbraucherpreisindex mit einem Indexstand von 106,5 Prozent konstant.

Verschuldung

Die Landesverschuldung Thüringens ohne Bürgschaften erreichte zum Ende 2013 einen Wert von 16,57 Mrd. Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 7.660 Euro je Einwohner entspricht. Mit Bürgschaften sind es 8.819 Euro, in Deutschland durchschnittlich 11.339 Euro.

Landeshaushalt

Das Haushaltsvolumen beträgt 2013 rund 9,066 Milliarden Euro und 2014 rund 8,954 Milliarden Euro. In den kommenden beiden Jahren sollen in Thüringen Schulden in Höhe von 130 Mio. Euro getilgt werden.

Quellen

Landesamt für Statistik, Arbeitsagentur, Landesamt für Statistik, Statista, Wirtschaftsministerium, Finanzministerium

Auf Zustimmung trifft im ARD-Deutschlandtrend die Haltung der Bundesregierung, trotz eingetrübter Wirtschaftslage keine neuen Schulden zu machen. 71 Prozent der Befragten begrüßen diesen Plan. 23 Prozent sind dagegen der Ansicht, dass neue Schulden aufgenommen werden sollten, um die Konjunktur anzukurbeln.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Thomas Ungläubig

24.10.2014, 16:27 Uhr

Irgendwie versteh ich das jetzt nicht. Bei der letzten Bundestagswahl hätte es doch für ein Rot-Rot-Grünes Bündnis gereicht, oder?

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