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15.01.2010

12:21 Uhr

Umfrage

Erhebliche Zweifel an Führungsqualitäten Merkels

Die Mehrheit der Bürger ist vom Start der christlich-liberalen Koalition ebenso enttäuscht wie von den Führungsqualitäten der Kanzlerin. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer bezweifelt die Mehrheit der Befragten zudem, dass Merkel noch den vollen Rückhalt in der eigenen Partei hat. Miserabel fällt auch die Sonntagsfrage für Schwarz-Gelb aus.

Schlechte Umfrage-Werte für Angela Merkel. Reuters

Schlechte Umfrage-Werte für Angela Merkel.

HB MAINZ. Bei dem ZDF-Politbarometer bezeichneten 61 Prozent der Befragten die Zusammenarbeit der Koalitionspartner von Union und FDP in den ersten zwei Monaten als schlecht, nur knapp ein Drittel dagegen als gut (31 Prozent).

Lediglich die Anhänger der FDP stellen der Regierung ein eher positives Zeugnis aus (gut: 55 Prozent, schlecht: 41 Prozent), die Anhänger der CDU/CSU sind in dieser Frage gespalten (gut: 48 Prozent, schlecht: 48 Prozent), und die Anhänger aller Oppositionsparteien sehen mehrheitlich Defizite. Das anstehende Treffen der Koalitionsspitzen weckt in diesem Zusammenhang keine großen Hoffnungen: 44 Prozent rechnen demnach mit einer Verbesserung bei der Zusammenarbeit der Regierung, 50 Prozent gehen nicht davon aus.

Kritisch sieht die Mehrheit der Befragten auch den Führungsstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Dass die CDU-Vorsitzende zu wenig den Kurs in der Regierung vorgebe, finden laut Politbarometer 52 Prozent der Befragten, 37 Prozent sehen dies nicht so. Dabei unterscheiden sich die Einschätzungen der Parteianhängerschaften deutlich. Während sich nur 37 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 37 Prozent der FDP-Anhänger der Kritik anschließen, teilen diese 64 Prozent der SPD-, 54 Prozent der Linken- und 62 Prozent der Grünen-Anhänger.

Der Rückhalt Merkels in der eigenen Partei wird von den meisten Befragten angezweifelt. Nur knapp ein Drittel (32 Prozent), und damit deutlich weniger als noch im Oktober vergangenen Jahres (49 Prozent), ist der Ansicht, die CDU stehe voll hinter der Politik der Kanzlerin. 57 Prozent (Oktober: 37 Prozent) verneinen dies.

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