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07.05.2013

08:23 Uhr

Umfrage

Grüne Steuerpläne schocken Bürger nicht

Ihre Steuerpläne haben den Grünen kurzfristig nicht geschadet. Bei einer Forsa-Umfrage legt die Partei sogar zu. Auch die SPD gewinnt, während die CDU stabil bleibt. Dagegen rutscht die FDP unter die Fünf-Prozent-Hürde.

Jürgen Trittin, grüner Spitzenkandidat, steht für das Konzept der höheren Steuern. dpa

Jürgen Trittin, grüner Spitzenkandidat, steht für das Konzept der höheren Steuern.

BerlinDie Pläne der Grünen für höhere Steuern kosten der Partei zumindest kurzfristig keine Stimmen – im Gegenteil. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage für „Stern“ und RTL legten die Grünen sogar um einen Punkt auf 15 Prozent zu. Die SPD kommt auf 24 Prozent (plus 1). Die Union liegt unverändert bei 39 Prozent, während die FDP einen Punkt absackt und nun mit 4 Punkten wieder unter 5 Prozent liegt.

Forsa hatte vom 29. April bis 3. Mai – also noch vor dem FDP-Parteitag in Nürnberg – 2000 Bundesbürger befragt. Die Linke verharrt bei 8 Prozent. Der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) wollen wie in der Vorwoche 3 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, nur noch 2 Prozent würden die Piraten wählen.

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In einer zweiten Umfrage fanden zwei Drittel der Befragten die von den Grünen im Wahlprogramm angekündigte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für ein Jahreseinkommen über 80.000 Euro gut. Das erfragte Forsa im Auftrag des „Stern“ bei 1002 Bundesbürgern vom 30. April bis zum 2. Mai. Die Zustimmung sinkt mit steigendem Gehalt. Von denjenigen, die mehr als 3000 Euro netto im Monat verdienen, befürworten nur noch 53 Prozent die Pläne. Nur 27 Prozent der Deutschen wären bereit, mehr Steuern als bisher zu zahlen.

Von

dpa

Kommentare (36)

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HofmannM

07.05.2013, 08:55 Uhr

So ein Schwachsinn!
Der Wähler, der mehr Steuerabgabe verlangt, der muss doch nicht ganz klar im Kopf sein!
Somit kann diese Umfrage nur manipuliert/gefälscht sein!!!

Account gelöscht!

07.05.2013, 09:07 Uhr

Geld ist nicht alles. Und manchen Leuten ist eine Zuknft für ihre Kinder wichtiger, als das schnelle Geld für einige Jahre und dann crash!
Solls ja geben!

rund47

07.05.2013, 09:18 Uhr

Aktuell: Steuereinnahmen auf Rekordniveau, Aufwendungen für Schuldzinzen auf Rekordtief. Mir erscheinen Steuererhöhungen in dieser Lage äüßerst unangebracht. Verstehe meine Mitbürger nicht. Geldverschwendung wie Betreungsgeld und Verzicht auf Studiengebühren ist wohl eher ein Problem. Viele Politiker würden nie mit den vorhandenen Mitteln auskommen.

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