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24.02.2013

16:23 Uhr

Umfrage

Mehrheit der Bürger gegen Stuttgart 21

Stuttgart 21 droht zum Milliardengrab zu werden. Das Vorhaben verliert auch immer mehr an Akzeptanz bei der Bevölkerung. Laut einer aktuellen Umfrage lehnt eine Mehrheit der Baden-Württemberger das Projekt ab.

Immer mehr Bürger in Baden-Württemberg sprechen sich gegen Stuttgart 21 aus. dpa

Immer mehr Bürger in Baden-Württemberg sprechen sich gegen Stuttgart 21 aus.

BerlinIn Baden-Württemberg hat das Bahn-Projekt Stuttgart 21 einer Umfrage zufolge die Zustimmung verloren. Nach einer am Sonntag veröffentlichten TNS-Emnid-Erhebung lehnen 54 Prozent der Befragten das Milliarden-Projekt ab, 39 Prozent befürworten es. Bei der Volksabstimmung im November 2011 hatten noch 59 Prozent für den geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhof gestimmt, 41 gegen ihn. Damit habe sich das Verhältnis innerhalb von gut einem Jahr ins Gegenteil verkehrt, berichtete die Berliner „tageszeitung" (Montagausgabe) vorab, die die Umfrage mit dem Stuttgarter Internetmedium „Kontext: Wochenzeitung" in Auftrag gegeben hat.

Die Mehrkosten für den Bau soll nach Auffassung der Baden-Württemberger die Deutsche Bahn selbst aufbringen. Das sagten 55 Prozent der Befragten. Finanziert sind bis heute 4,5 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bahn-Vorstandes soll Stuttgart 21 aber inzwischen bis zu 6,8 Milliarden Euro kosten.

Der bahnpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Burkert, sagte der „Bild am Sonntag", nach Berechnungen von Ingenieuren aus Bahnkreisen könne der Bahnhof sogar bis zu neun Milliarden Euro teuer werden. Burkert äußerte zudem wenige Tage vor der für den 5. März geplanten Sondersitzung des Bahn-Aufsichtsrates Zweifel daran, dass der neue Bahnhof kommt: „Es steht 50 zu 50, ob S 21 gebaut wird."

Finanzminister Schäuble: „Stuttgart 21 wird gebaut“

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„Stuttgart 21 wird gebaut“

Der Finanzminister sieht ein „gesamtstaatliches Interesse“ an dem Projekt.

Einem „Focus"-Bericht zufolge empfiehlt der Aufsichtsrat der Bahn, die neuen Mehrkosten für das Großprojekt notfalls bei den Vertragspartnern einzuklagen. Der Bahn-Vorstand solle „vertragliche Ansprüche zur Finanzierung aller Mehrkosten oberhalb des Finanzierungsrahmens on 4,526 Milliarden Euro gegenüber den Projektpartnern" geltend machen, zitierte das Magazin aus der Vorlage für die Aufsichtsratssitzung.

Die Bahn und der Bund wollen Stuttgart 21 weiterbauen. Ihre Projektpartner, die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart, haben aber mehrfach deutlich gemacht, dass sie sich an keinen Kosten über der vereinbarten Summe beteiligen.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Mobility

24.02.2013, 17:25 Uhr

Sowohl die Rendite der Bahn als auch das volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen Verhältnis sind bei S21 im negativen Bereich. Das bedeutet, gegenüber alternativen Investitionen verliert Deutschland hier sowohl Wettbewerbskfähigkeit als auch Arbeitsplätze. Wie kann eine Bundeskanzlerin das mit ihrem Amtseid vereinbaren?

Account gelöscht!

24.02.2013, 17:37 Uhr

Dieses S21-Projekt dient nur dem Grössenwahnsinn von "EU in Brüssel", verhleichbar mit den monströsen 1000-jährigen Bauten 1933 in Nürnberg. "EU in Brüssel" kämpft wie die Wolf-Schanze 1944 um "alles oder nichts". Diktatur mit Grössenwahn, das hatten wir alles schon mal !

Unnahbar, montrös und übermächtig. Die Meschen sollen sich wie kleine Lemminge vorkommen. Dazu wollen sie uns machen.

Italien muss gegen die "EU in Brüssel" stimmen ! Viva Italia.

Account gelöscht!

24.02.2013, 17:38 Uhr

Die ethische Selbstzerstörung des Westens, getragen von Politik und Medien ist in vollem Gange und jeden Tag geht es weiter bergab.

Der Geburtenrückgang in Deutschland wird durch die Homo-Ehe gestoppt. Hurraaa, Politik in Deutschland ist beknackt bis zum Abwinken .... Hauptsache alle Grenzen bei Werten und Moral werden immer weiter aufgelöst durch immer weiter überbordende Über-Toleranz. Einfach nur beknackt ist das !

Das Leitbild der Politiker ist ein von oben übergestülpter Pott "Einheitlichkeit und Gleichheit" nach ihrem Empfinden. Das heisst, die Politik geht nur noch TOP->DOWN. Das ist wie mit einem Hirten und seiner Schafsherde, der fragt die Herde auch nicht ... Sie ziehen Geld und Leistung vom Volke ab aber richten sich "0 %" nach deren Willen. Vollkommen abgekoppelt. Tja, das ist die Realität und die Medien und zwangsbezahltes GEZ-TV auf 22 Kanälen unterstützen das kräftig mit ständigen Scheindebatten und "Ausblenden von Unerwünschten Tatsachen" (Scheinthemen und Scheuklappen).

Wir brauchen ein Bündnis gegen die Alt-Parteien. Ein "Bündnis Konservative" in Deutschland, dem DIE FREIHEIT, Partei der Vernunft, Freie Wähler, WA2013 usw beitreten. Nur so gelingt Politik gegen die Alt-Parteien in Deutschland.

"Bündnis Konservative" !!!

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