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19.04.2011

07:26 Uhr

Umfrage

Rösler-FDP im Rekordtief – wegen Westerwelle

Schwere Zeiten für den FDP-Sanierer Rösler: Die Liberalen kommen nicht aus dem Stimmungstief - es sei denn, sie wagen den Befreiungsschlag und werfen personelle Altlasten ab.

Rösler (li.) und Westerwelle. Quelle: dapd

Rösler (li.) und Westerwelle.

Hamburg/DüsseldorfGrüne und SPD haben in der Sympathie der Wähler zum dritten Mal in Folge eine absolute Mehrheit der Stimmen. Im "Stern"-RTL-Wahltrend kommen die Grünen auf 28 Prozent, 1 Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die SPD fällt um 1 Punkt auf 23 Prozent zurück. Gemeinsam hätten sie 51 Prozent, wobei die Grünen als stärkere Kraft den Kanzler stellen könnten. Die Union verbessert sich um 1 Punkt, bleibt mit 31 Prozent aber weiter klar unter ihrem Wahlergebnis vom September 2009. Die FDP gibt 1 Punkt ab und sackt erneut auf ihr Rekordtief von drei Prozent. Die Linke stagniert bei acht Prozent. Für "Sonstige Parteien" wollen sieben Prozent der Wähler stimmen.

Dass die FDP im Umfragetief verharrt, obwohl der designierte Parteichef Philipp Rösler in der Bevölkerung viel Zustimmung erhält, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner damit, dass für die Menschen nicht der Parteivorsitz, sondern die Leistung der Minister wichtig sei. Hier werde nach wie vor Außenminister Guido Westerwelle als Negativ-Figur gesehen. Güllner: "Solange er im Amt ist, wird es die FDP sehr schwer haben, aus dem Tief zu kommen."

Sollten die Grünen ihre derzeitige Stärke beibehalten und tatsächlich einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen, hätte im Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel Ex-Außenminister Joschka Fischer bessere Chancen als die Grünen-Fraktionschefs Jürgen Trittin und Renate Künast. Bei einer Direktwahl könnte Fischer nach einer stern-Umfrage mit 31 Prozent der Stimmen rechnen, für Merkel würden sich bei dieser Alternative 48 Prozent entscheiden. Bei der Frage "Trittin oder Merkel?" würden 28 Prozent für den Grünen-Politiker und 51 Prozent für die CDU-Chefin stimmen. Hieße die Alternative zu Merkel Künast, käme die Grünen-Politikerin auf 27 Prozent und Merkel auf 52 Prozent. Fischer punktet, weil er stärker als Trittin und Künast auch von FDP- und SPD-Wählern akzeptiert wird.

Besser als Fischer würde allerdings SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier abschneiden: Er liegt mit 33 Prozent nur sechs Punkte hinter Merkel. Schlechter als die Grünen-Politiker wird SPD-Chef Sigmar Gabriel beurteilt: Für ihn wollen nur 22 Prozent stimmen, Merkel würde mit ihm als Gegenkandidaten 49 Prozent erhalten

Von

dne

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

19.04.2011, 07:43 Uhr

Die FDP hat sich mit der Regierungskoalition und speziell mit den Koalitionsvereinbarungen ihr eigenes Grab geschaufelt. Da sitzt sie nun drin. Für eingeschworene FDP Wähler hat sich die bisherige Mitregierung fast vollständig als große Enttäuschung dargestellt. Anderen Wählern waren die Ziele der FDP in ihrem Programm eh ziemlich wurscht bzw. sogar eine Art Feindbild.

Dieser Appendix der CDU/CSU klebt wie die Fliege am Leim der Vereinbarungen und wird auch nicht mehr vor dem Ende der Regierungszeit davon loskommen.

Alfred_H

19.04.2011, 07:46 Uhr

Ist das nicht schlimm? Merkel würde ca. 50 Prozent der Stimmen bekommen!! Wie verblödet sind die Deutschen inzwischen schon? Eine Kanzlerin namens Merkel ist die größte Schande, die Deutschland jemals widerfahren ist.

Morchel

19.04.2011, 08:10 Uhr

@Ernst wer so unverblümt Lügt braucht sich nicht zu wundern wenn er so wahr genommen wird. chamloser geht es nicht von solchen Gierhälsen vertreten zu werden ohne das man es möchte. Diese Regierung besonders die FDP sind Arbeitsverweigerer den steht nicht einmal Hartz 4 zu. Für die Aufgabe nicht geeignet, mit Lügen sich Vorteile verschafft, dafür steht die FDP

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