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21.08.2011

11:01 Uhr

Umfrage

SPD fast gleichauf mit Union

Die SPD macht in Umfragen Boden gut. Die Regierungsparteien Union und FDP liegen in der Wählergunst deutlich hinter SPD und Grünen. Kein Wunder, dass SPD-Fraktionschef Steinmeier vor Selbstbewusstsein strotzt.

Frank-Walter Steinmeier schließt eine große Koalition aus. dpa

Frank-Walter Steinmeier schließt eine große Koalition aus.

BerlinSPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat eine große Koalition nach der nächsten Bundestagswahl ausgeschlossen. „Es wird im Bund auf absehbare Zeit keine große Koalition mehr geben“, sagte Steinmeier dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Auch für den Fall, dass die schwarz-gelbe Koalition vorzeitig brechen sollte, schloss Steinmeier einen Eintritt in die Regierung aus: „Koalitionsfragen oder gar ein Wechsel der Koalition stehen nicht an.“ Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag keine eigene Mehrheit für eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms bekommen, wäre die Koalition allerdings am Ende, zitierte das Magazin Steinmeier.

Der SPD-Politiker war in der rot-grünen Regierung Kanzleramtschef und in der großen Koalition unter Merkel von 2005 bis 2009 Außenminister. Umfragen zufolge liegen die derzeitigen Regierungsparteien Union und FDP in der Wählergunst deutlich hinter SPD und Grünen. In einer von der „Bild am Sonntag“ veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid gewannen die Sozialdemokraten zuletzt zwei Prozentpunkte hinzu und kommen jetzt auf 29 Prozent. CDU/CSU verlieren demnach zwei Punkte und liegen nur noch 31 Prozent. Für die Union ist das der niedrigste Wert seit Mitte November 2010.

Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler versprach indes, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2013 bestehen wird. „Wir sind der Stabilitätsanker, und deshalb wird diese Koalition halten“, sagte der Bundeswirtschaftsminister der „Bild am Sonntag“. Rösler räumte aber ein, dass die FDP offensichtlich Vertrauen bei den Wählern eingebüßt habe. „Das müssen wir uns hart zurückerarbeiten.“ Umfragen zufolge müssten die Liberalen um den Einzug in den Bundestag bangen, wenn jetzt gewählt würde. 2009 kamen sie noch auf 14,6 Prozent der Stimmen. Aktuell liegt die FDP nur noch bei fünf Prozent, hat aber in der aktuellen Umfrage einen Prozentpunkt hinzugewonnen.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Paradox

21.08.2011, 11:41 Uhr

Befürworter von Eurobonds sind für mich nicht wählbar.

Nichtwaehler

21.08.2011, 11:45 Uhr

Erschreckend, dass überhaupt noch jemand für CDU/CSU, FDP, SPD oder Grünen seine Stimme abgeben würde. Das zeigt, dass ein Großteil der Deutschen von der aktuellen Situation nichts kapieren. Das macht mir Sorgen um die Zukunft Deutschlands.

Ergo

21.08.2011, 12:26 Uhr

Das zeigt mal wieder wie kurz das Gedächtnis des Wählers
ist und wie gut dieses "demokratische System Deutschland"
funktioniert.Die Parteioberen von SPD und CDU regieren
den selbstherrlichen Blödsinn zusammen.Der gutbezahlte
opportunistische Anhang segnet alles ab,mit viel Theater
natürlich,mit den Medien als Souffleure und idiotische
(feministische) Wähler kriegen bei Schröder,Merkel und
Co. das Brett vor dem Kopf nicht weg.Da kann man noch soviel predigen.
weibliche Wähler kriegen bei Schröder und Co.

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