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21.06.2017

10:29 Uhr

Umfrage

SPD rutscht weiter ab, Linke drittstärkste Kraft

Die SPD fällt in Umfragen weiter ab und verliert im Vergleich zur Vorwoche weitere Wähler. Die Sozialdemokraten liegen mit ihrer Beliebtheit wieder auf dem Niveau von Ende Januar – vor der Nominierung von Martin Schulz.

Der SPD-Kanzlerkandidat muss im direkten Vergleich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls zurückstecken. dpa

Martin Schulz

Der SPD-Kanzlerkandidat muss im direkten Vergleich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls zurückstecken.

BerlinDie Sozialdemokraten rutschen in der Wählergunst weiter ab. Dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern-RTL-Wahltrend“ zufolge verliert die SPD einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und fällt auf 23 Prozent. Damit liegt die Partei je nach Umfrageinstitut in etwa auf dem Niveau, das sie vor der Nominierung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat Ende Januar hatte.

CDU/CSU verbessern sich hingegen um einen Prozentpunkt auf 39 Prozent. Die Linke gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu und wird mit 10 Prozent zweistellig. Damit wäre sie drittstärkste Kraft im Bundestag. FDP und Grüne kommen jeweils auf acht Prozent, die AfD liegt wie in den Wochen zuvor bei sieben Prozent.

Im direkten Vergleich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss SPD-Kanzlerkandidat Schulz der Umfrage zufolge ebenfalls zurückstecken: Wenn sie den Kanzler direkt wählen könnten, spräche sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) für Merkel aus. Schulz fällt in der Wählergunst hingegen auf 22 Prozent und verliert im Vergleich zur Vorwoche einen weiteren Prozentpunkt.

Von

dpa

Kommentare (19)

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Herr Holger Narrog

21.06.2017, 11:05 Uhr

Herr Schulz hatte Sozialismus und Solidarität mit Europa versprochen. Dies hatte die Herzen der Journalisten der Qualitätsmedien in Verzückung versetzt und die der Partei erwärmt. So hatten diese einen Hype um Schulz herbeigeschrieben. Da das persönliche Leben des Herrn Schulz nicht zu seinen sozialistischen Versprechen passt und vielen Wählern dämmert, dass sie diese Visionen bezahlen müssen, blieb der Hype auf die Qualitätsmedien und die SPD beschränkt.

In der Vergangenheit konnten SPD Kandidaten immer dann Wahlen gewinnen und ihre Partei unglücklich machen wenn diese in die Mitte rückten.

Aktuell interessieren sich die meisten Deutschen Wähler für die Themen Einwanderung, Innere Sicherheit, Wirtschaftliche Ungewissheit. Zu diesen Themen hört man von Schulz und der SPD nichts was sich von Fr. Merkel unterscheidet.

Insofern ist Herr Schulz Seelenbalsam für seine Partei und die Journalisten der Qualitätsmedien, aber keine Alternative für die Wähler.

Herr Hans Mayer

21.06.2017, 11:25 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Paul Kersey

21.06.2017, 11:35 Uhr

Das Dilemma der SPD ist, dass die CDU sich im Laufe der letzten Jahre gefühlt zu einer "besseren" SPD entwickelt hat. Viele Verbesserungen der GroKo für Arbeitnehmer werden latent der CDU zugeschrieben, obwohl die SPD sie iniziert hat.
Die Tragik des Juniorpartners.
Genau auseinanderzuklamüsern, in was uns Regierungsentscheidungen der CDU über Jahrzehnte hinweg hineingeritten haben, ist dem Wähler natürlich viel zu mühsam. Schäuble, de Maiziere, Dobrindt und von der Leyen sind doch alle fürchterlich. Große Klappe, nichts dahinter. Und trotzdem wird die CDU wieder stärkste Kraft.

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