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05.02.2015

00:00 Uhr

Umfrage

Unions-Wähler fürchten Mindestlohn-Bürokratie

VonDietmar Neuerer

ExklusivMindestlohn ja, aber nicht so. Nach diesem Motto soll Arbeitsministerin Nahles die Regeln völlig umbauen, fordert die Union. Eine Umfrage stützt die Kritik. Selbst SPD-Wähler fürchten die Mindestlohn-Bürokratie.

Seit Januar gilt der Mindestlohn. Doch der Unmut über die bürokratischen Lasten, die damit verbunden sind, wächst. dpa

Pro-Mindestlohn-Aktion

Seit Januar gilt der Mindestlohn. Doch der Unmut über die bürokratischen Lasten, die damit verbunden sind, wächst.

BerlinMehr als vier von zehn Bundesbürgern (44 Prozent) sind davon überzeugt, dass der Mindestlohn die Bürokratie in kleinen und mittleren Unternehmen vergrößern wird. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag mittelständische Wirtschaft (BVMW), die am Donnerstag veröffentlicht wird und dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) vorab vorlag.

Noch deutlicher fällt das Ergebnis beim Blick auf die Anhängerschaft der Koalitionsparteien aus. 53 Prozent der Unions-Wähler und 42 Prozent der SPD-Wähler erwarten demnach durch den Mindestlohn mehr Bürokratie im Mittelstand.

Viele Bundesbürger erwarten auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So befürchtet mehr als ein Drittel der 2.013 Befragten (36 Prozent), dass ein gleicher Mindestlohn über alle Branchen und Regionen hinweg Arbeitsplätze gefährdet. Vor allem Befragte zwischen 25 und 34 Jahren (41 Prozent) sehen diese Gefahr. Auch bei den Wählern von CDU/CSU (52 Prozent), AfD (51 Prozent) und FDP (47 Prozent) ist die Sorge vor Arbeitsplatzverlusten besonders groß.

Mittelstandspräsident Mario Ohoven wertet das Ergebnis der Insa-Umfrage als eine „bittere Pille für Schwarz-Rot“. Beim wichtigen Thema Mindestlohn stünden „nicht einmal die eigenen Wähler hinter der Großen Koalition“, sagte Ohoven dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Als Konsequenz daraus forderte der Unternehmer die Bundesregierung auf, den „hyperbürokratischen“ Mindestlohn im Sinne der mittelständischen Unternehmen „erheblich“ nachzubessern. Das betreffe besonders die Dokumentationspflichten.

Kommentare (2)

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elly müller

05.02.2015, 11:57 Uhr

Was kann an einer Zeiterfassung so bürokratisch sein? Das sollte heute doch endlich Standard sein!

Größere Unternehmen haben Zeiterfassund und kleine Unternehmen können es auf Papier erfassen!

Es geht wohl eher darum den Mindestlohn zu umgehen und zu tricksen!

Man denke nur an die Fleischindustrie, keiner in der EU kann da mithalten so ausgenommen werden da die Mitarbeiter. Oder die Baubranche nimmt die Menschen aus und prellt Wanderarbeiter um ihren Lohn!

Es gibt zu viele Beispiele und deshalb ist es gut, dass Schluss ist mit den Tricksereien!!!!

In anderen Ländern klappt es mit dem Mindestlohn doch auch!

Herr Markus Bullowski

05.02.2015, 13:31 Uhr

Die Bürokratie wird wohl das kleinste Übel sein, eher Verluste von Arbeitsplätzen. Stark staatlich regulierte Länder wie Frankreich machen es vor (im negativen Sinne).

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