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26.07.2017

13:41 Uhr

Umfrage

Unionswähler wollen Guttenberg zurück

Viele Wähler von CDU und CSU können sich eine Rückkehr Guttenbergs in die Politik vorstellen. Aber die Bürger vergessen nicht: Fast 90 Prozent erinnern sich noch an die teils abgeschriebene Doktorarbeit.

Der einstige Verteidigungsminister ist bei vielen Wählern weiterhin beliebt. dpa

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der einstige Verteidigungsminister ist bei vielen Wählern weiterhin beliebt.

MünchenMehr als zwei Drittel der Wähler von CDU und CSU (64,6 Prozent) wünschen sich eine Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg in die Bundespolitik. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). 19,4 Prozent der Unionsanhänger sind gegen eine Neuauflage der bundespolitischen Karriere des ehemaligen Verteidigungsministers mit CSU-Parteibuch.

Auch über alle Parteigrenzen hinweg sprechen sich immerhin 45,8 Prozent der Befragten für Guttenbergs Rückkehr aus. 36,5 Prozent stimmten hier mit Nein, die übrigen Befragten hatten dazu keine Meinung oder machten keine Angaben.

Dabei ist die für Guttenberg verhängnisvolle Plagiatsaffäre nicht vergessen: Knapp neun von zehn Befragten (87,6 Prozent) erinnern sich noch an die teils abgeschriebene Doktorarbeit des Adligen aus Bayern.

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So sehr die Deutschen mehrheitlich (61,7 Prozent) der Meinung sind, dass in der Bundesrepublik charismatische Politiker wie Guttenberg fehlen, sieht nur etwa ein Drittel (36,3 Prozent) ihn auch nach der Bundestagswahl in einem neuen Ministeramt. 47,5 Prozent sind dagegen.

Auf Wunsch von CSU-Chef Horst Seehofer engagiert sich Guttenberg für die CSU im Bundestagswahlkampf. Dazu will der 45-Jährige Termine in Bayern wahr- und auch an Talkshows teilnehmen. Eigene politische Ambitionen weist Guttenberg bislang jedoch von sich.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Hans Schönenberg

26.07.2017, 16:20 Uhr

Ich wüßte nicht, warum Herr von Gutenberg der deutschen Politik fehlt. Charakterliche Mängel sind auf jeden Fall vorhanden. Während seiner Zeit als Verteidigungsminister hat er auch nichts Positives hinterlassen. Einige der heutigen Strukturprobleme wurden in seiner Zeit eingeführt. - Vielleicht kann ihn Herr Seehofer in Bayern besser gebrauchen.

Herr Günther Schemutat

27.07.2017, 08:55 Uhr

Der Deutsche Staat bestraft Verfehlungen dieser Art im Gegensatz zu Gewalttaten sehr hart und wen es erwischt , der schleppt dieses Vergehen ein Leben lang mit sich rum. und in einen neuen Verfahren dieser Art , wird auch das zur Beurteilung ran gezogen. Ganz zu schweigen wenn sich jemand mit einem Titel schmückt , der ihm nicht zusteht. Die Vorteile daraus sind nicht Rückgängig zu machen.

Warum Gutenberg ein Narzisst und Selbstdarsteller wieder Politik für Menschen machen soll , ist wohl darauf zurück zu führen , dass er diese Qualifikation
voll erfüllt als Politiker.

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