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06.01.2010

10:57 Uhr

Umfrage

Wähler strafen Westerwelle ab

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg läuft Bundeskanzlerin Merkel als beliebtester Politiker fast den Rang ab. Wenig Vertrauen haben die Bundesbürger dagegen laut einer Umfrage in den neuen Bundesaußenminister Westerwelle. Gemeinsam starten Union und FDP aber dennoch in der Gunst der Wähler mit einem knappen Vorsprung ins neue Jahr.

Dem die Wähler wenig vertrauen: Guido Westerwelle. ap

Dem die Wähler wenig vertrauen: Guido Westerwelle.

HB BERLIN. FDP-Chef Guido Westerwelle hat seit seinem Amtsantritt als Außenminister an Vertrauen in der Bevölkerung eingebüßt. Im am Mittwoch veröffentlichten Politikerranking des Magazins „Stern“ kommt er nur noch auf durchschnittlich 42 von möglichen 100 Punkten. Damit büßte der FDP-Vorsitzende im Vergleich zur letzten Erhebung Mitte Oktober vier Punkte ein und liegt nun gleichauf mit CSU-Chef Horst Seehofer und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa ermittelte. „Der Eindruck der Bürger ist, dass Westerwelle mit dem Amt noch nicht gewachsen ist“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Magazin.

Westerwelle sieht sich zum traditionellen Dreikönigstreffen der FDP an diesem Mittwoch mit Kritik aus den eigenen Reihen konfrontiert, weil er sich als Vorsitzender zu wenig Zeit für die Innenpolitik und für die Positionierung der Partei nehme.

Den Spitzenplatz in dem Politikerranking behauptet mit 63 Vertrauenspunkten (minus drei) Bundeskanzlerin Angela Merkel ein, dicht gefolgt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit 62 Punkten (minus einer). Den dritten Platz belegt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (52 Punkte). Finanzminister Wolfgang Schäuble konnte sieben Punkte zulegen und teilt sich nun Platz vier mit SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (50 Punkte).

Dessen ungeachtet starten Union und FDP in der Gunst der Wähler mit einem knappen Vorsprung ins neue Jahr. Im „Stern“-RTL-Wahltrend kommt die Union wie in der Woche zuvor auf 35 Prozent, die FDP stagniert bei zwölf Prozent. Die SPD verharrt bei 22 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf 13 Prozent, die Linke fiel um einen Punkt auf elf Prozent. Für die sonstigen Parteien würden sieben Prozent der Wähler stimmen. Schwarz-Gelb liegt mit gemeinsam 47 Prozent damit wie in der Vorwoche nur einen Punkt vor Rot-Rot-Grün mit zusammen 46 Prozent.

Die Wirtschaftsaussichten beurteilen die Deutschen weiter pessimistisch. 43 Prozent sagten in einer Umfrage von „Stern“ und RTL, die Lage werde sich verschlechtern. Nur 27 Prozent rechneten damit, dass es bergauf gehen werde. An eine unveränderte Situation glauben 28 Prozent.

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