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11.01.2012

09:10 Uhr

Umfrage

Wulff-Krise schadet der Union nicht

Die Kredit-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff belastet das Image der CDU laut einer Umfrage nicht. Die Union legt in der Beliebtheit zu und erreicht ihren besten Wert seit November 2011. Die FDP verliert weiter.

Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue in Berlin. dpa

Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue in Berlin.

BerlinDie SPD kann aus der Kreditaffäre um Bundespräsident Christian Wulff (CDU) einer Umfrage zufolge kein Kapital schlagen: In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Magazin „stern“ und den Sender RTL verlieren die Sozialdemokraten zum zweiten Mal in Folge einen Punkt auf nun 26 Prozent. Die Union klettert dagegen im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 36 Prozent, ihren besten Wert seit Mitte November 2011. Die Grünen verbessern sich um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die FDP sackt um einen Punkt auf zwei Prozent ab. Mit zusammen 38 Prozent liegt die schwarz-gelbe Koalition damit vier Punkte hinter Rot-Grün.

Der Bundespräsident werde in der Bevölkerung als das von allen akzeptierte Staatsoberhaupt gesehen, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner in der neuen Ausgabe des Magazins „stern“. Deshalb wirke sich die Wulff-Affäre nicht auf die Werte der Union aus. „Unser Grundgesetz will ja ausdrücklich einen überparteilichen Präsidenten. Das haben die Menschen verinnerlicht.“ Auch das Ansehen der Kanzlerin habe nicht gelitten. „Die Menschen machen Merkel keine Vorwürfe. Sie beurteilen rein das Verhalten des Präsidenten.“ Auch Horst Köhlers Rücktritt sei Merkel nicht angelastet worden.

Was sich Wulff gefallen lassen muss:  „Idiot, Pfeife, Lügner“

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Das Netz ist voller Schmäh über den Bundespräsidenten - von „Prolet“ bis „dreister Lügner“. Darf man das? Ein Facebook-Nutzer hat den Bogen überspannt und sollte vor Gericht. Aber Wulff lässt den Strafprozess platzen.

Wulff steht wegen eines Hauskredits von 500.000 Euro der Unternehmergattin Edith Geerkens, eines günstigen Nachfolgekredits bei der BW-Bank, Gratisurlauben bei Unternehmerfreunden sowie der versuchten Einflussnahme auf Medienberichte zur Kreditaffäre in der Kritik.

Große Zustimmung findet die SPD der Umfrage zufolge in der Bevölkerung mit ihrer Forderung, die Rente mit 67 so lange auszusetzen, bis es genügend Arbeitsplätze für ältere Erwerbstätige gebe. Fast zwei Drittel der Deutschen stützten diese Position.

Von

rtr

Kommentare (7)

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poolliter

11.01.2012, 10:21 Uhr

Für die schamlose Abzockerpartei f.d.p. sind selbst 2% noch viel zu viel.
http://blog.br-online.de/report-muenchen/2012/4486/rette-sich-wer-kann-fdp-personalpolitik-in-bundesministerien.html

Haeschen

11.01.2012, 10:22 Uhr

Sind in Deutschland nicht dringendere Probleme als zu versuchen den Bundespresidenten zu entehren?
Zum Beispiel: Armut bei den Alten,arme,alleinstehende single Eltern mit Kindern? Große Arbeitslosigkeit, keine Zukunft unserer Kinder nach dem Schulabschluß!

Account gelöscht!

11.01.2012, 11:02 Uhr

Wie blöde sind eigentlich die Deutschen?
Nachdenken ist offensichtlich nicht mehr Sache der Deutshen.
Und wieso legen die Grünen zu? Was erwarten die Deutschen von den Grünen?
Also es ist schauderhaft, es wird einem Angst vor so einem verblödeten Volk
Ob der dumme deutsche Michl wohl aufwacht, wenn Deutschland erst ganz am Boden leigt udn völlig verarmt ist?

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