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27.05.2012

14:13 Uhr

Umfragewerte

Union sinkt in der Wählergunst auf 32 Prozent

Ganze drei Prozent verliert die Union in einer aktuellen Umfrage. Mit nur 32 Prozent Zustimmung muss Merkels Partei sogar aufpassen, nicht von der SPD eingeholt zu werden. Doch aus der Partei kommen optimistische Töne.

Die Wähler scheinen derzeit mit der Union besonders unzufrieden. dapd

Die Wähler scheinen derzeit mit der Union besonders unzufrieden.

BerlinFür die Union sind die aktuellen Umfragewerte ein Alarmsignal. Nur noch zwei Prozentpunkte trennen CDU/CSU von den Sozialdemokraten. Laut einer in der „Bild am Sonntag“ veröffentlichten Emnid-Umfrage hat die SPD um drei Prozentpunkte hinzugewonnen und liegt bei 30 Prozent. Die Union verlor drei Prozentpunkte auf 32 Prozent.

Aus dem Regierungskabinett kommen dennoch optimistische Stimmen. So hält die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei der Bundestagswahl ein Ergebnis von mehr als 40 Prozent für möglich. „Dieses Potenzial trauen wir uns zu“, sagte Schavan der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Unser Ziel muss sein, mit Abstand stärkste Fraktion zu werden und die Regierung zu bilden.“

Schavan wies Kritik zurück, die CDU vernachlässige ihre Kernwählerschaft. „Wer sind denn diese Stammwähler? Und was erwarten sie?“, fragte sie. „Am besten diskutiert sich das, wenn man die Themen durchgeht. Sonst führt uns die Debatte ins Nirwana.“

Schavan sagte, der CDU habe es immer gut getan, an ihrem Profil zu arbeiten. „Dabei muss es aber um das Profil als Volkspartei gehen und nicht nur um das Profil dieser oder jener Gruppe in der Partei“, sagte sie. „Jeder von uns sollte erkennen: Das, was mir wichtig ist, ist vielleicht noch nicht das Ganze.“

Für die übrigen Parteien hat sich bei den Umfragewerten nur wenig bewegt. Die Grünen kamen mit zwölf Prozent auf den Wert der Vorwoche und die FDP legte einen Prozentpunkt zu auf sechs Prozent. Unverändert sind dem Vorabbericht zufolge die Werte der Piraten (elf Prozent) und der Linkspartei (sechs Prozent). Das Institut befragte 2248 Personen.

Kommentare (28)

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NurEuroAustrittDMLosung

27.05.2012, 14:40 Uhr

Wenn Griechenland statt Deutschland aus dem Euro geht, rast die Zug nur noch weiter auf die Wand zu und wird der Schrecken am Ende nur noch länger für Deutschland.

Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM geben Deutschland Schutz vor weiteren Forderungen und dem Resteuro die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden, und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten darf.

DMbringtStabilitatWohlstand

27.05.2012, 14:42 Uhr

Viele Politiker haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

Deswegen brauchen wir auf jeden Fall in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

EuroAustrittDeutschlandsUndDM

27.05.2012, 14:46 Uhr

‘Schäffler: Dieser Rettungsautomatismus ist eine Interventionsspirale. Jede Rettungsaktion wird weitere Rettungsaktionen nach sich ziehen. Aussteigen können wir jederzeit. Man muss dazu nicht mehr tun, als die Nichtbeistandsklausel wieder gelten und Staaten und Banken pleite gehen zu lassen. Je länger man das hinauszögert, desto höher steigt man und desto tiefer wird der Fall sein. Den politischen Willen dafür sehe ich jedoch nicht. Denn niemand will die Verantwortung tragen.’

***Beitrag von der Redaktion editiert***

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