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23.04.2012

17:41 Uhr

Umstrittene Personalie

Tanja Gönner ist neue Chefin der GIZ

Sie will die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu einem „führenden Anbieter von Dienstleistungen“ machen: Tanja Gönner ist neue Chefin des jungen Unternehmens. Doch die Personalie birgt Zündstoff.

Tanja Gönner ist neue GIZ-Chefin. dpa

Tanja Gönner ist neue GIZ-Chefin.

BerlinDie frühere baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) wird neue Chefin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Der 20-köpfige Aufsichtsrat wählte sie am Montag in Berlin zur Nachfolgerin des bisherigen Vorstandssprechers Bernd Eisenblätter, wie eine GIZ-Sprecherin sagte. Die Bundesregierung begrüßte die Wahl, Kritik kam von der Linkspartei.

Als stellvertretender Vorstandssprecher wurde Amtsinhaber Christoph Beier bestätigt, wie die GIZ-Sprecherin sagte. Außerdem wurden die bisherigen Vorstandsangehörigen Tom Pätz und Hans-Joachim Preuß als Mitglieder des Gremiums bestätigt. Zudem gehört Cornelia Richter dem neuen Vorstand an, der seine Arbeit im Juli aufnehmen soll. Eisenblätter scheidet dann aus Altersgründen aus.

Im vergangenen Jahr hatte es Kritik an der Besetzung des Vorstands der neu gegründeten GIZ gegeben, weil das Gremium bislang aus sieben Männern bestand. Damals einigte sich der Aufsichtsrat darauf, die Vorstandsverträge auf 18 Monate zu begrenzen. Im auf fünf Mitglieder verkleinerten Vorstand sind, wie vom Aufsichtsrat zudem verlangt, nun zwei Frauen vertreten.

Der Staatssekretär im Bundesentwicklungshilfeministerium und GIZ-Aufsichtsratschef, Hans-Jürgen Beerfeltz, begrüßte das Wahlergebnis am Montag. „Damit haben wir eine gute Mischung aus unterschiedlichen Personen, Temperamenten und Erfahrungen“, erklärte er. Die GIZ sei „bestens gewappnet, um den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen“.

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Wenn in Berlin von einer Kabinettsumbildung geredet wird, fällt meist der Name von Tanja Gönner. Der Naturschutz- und Verkehrsministerin von Baden-Württemberg trauen viele Parteifreunde eine bundespolitische Karrier zu. Doch die 41-Jährige winkt ab.

Niema Movassat, Entwicklungspolitiker der Linksfraktion im Bundestag, nannte die Vorstandswahl hingegen bereits im Vorfeld „ein einziges Trauerspiel“. „Der Sumpf von Ämterpatronage und politischer Postenschacherei wird mit der heutigen Entscheidung nur noch tiefer“, erklärte er. Gönner bringe „keinerlei Erfahrungen im Bereich der Entwicklungspolitik mit“.

Gönner selbst erklärte, sie wolle die GIZ „zu einem weltweit führenden Anbieter von Dienstleistungen in der internationalen Zusammenarbeit machen“. Gönner hat in Baden-Württemberg derzeit ein Landtagsmandat inne. Ob sie dieses neben ihrer neuen Aufgabe behalten kann und gegebenenfalls will, war bei der GIZ zunächst nicht bekannt.

Gönner war in den Jahren 2004 und 2005 zunächst baden-württembergische Sozialministerin. Sie übernahm dann das Umweltministerium, das 2010 um das Verkehrsressort erweitert wurde. Mit der Machtübernahme durch Grüne und SPD nach der baden-württembergischen Landtagswahl im vergangenen Jahr verlor sie ihr Ministeramt.

In der GIZ waren zum 1. Januar 2011 die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, der Deutsche Entwicklungsdienst und die Weiterbildungsorganisation Inwent aufgegangen. Sie ist ein Bundesunternehmen und unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Von

afp

Kommentare (7)

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zappenduster

23.04.2012, 18:01 Uhr

Bananenrepublik Deutschland, einfach nur noch zum kübeln.

exCDUler

23.04.2012, 18:19 Uhr

na klasse, schon wieder eine Vorlage für Oliver Welke und die Freitagabendshow

Badische_Demokratin

23.04.2012, 18:31 Uhr

Die Sprechblase von Mappus macht Karriere?
http://www.youtube.com/watch?v=faOxv6DPgHk
Das glaubt man nicht, das ist alles noch schlimmer als zum Ende der Weimarer Republik. Wann wachen wir Bürger endlich auf?

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